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Viele Menschen sitzen mitten auf der Straße auf Stühlen in einem Kreis.

Regional wirksam werden – Wie es gelingen kann

Warum überhaupt Mitmach-Region? Wie anfangen? Was kann man bewirken? Vier ermutigende Beispiele aus der großen Schatzkiste der Mitmach-Regionen.

Seit Ende 2021 tragen wir gemeinsam mit der Schweisfurth-Stiftung, der Be-the-Change-Stifung und dem Verein „Wir und Jetzt” die Initiative der 100 Mitmach-Regionen. Und die Resonanz seither ist riesengroß!

Mehr als 70 Regionen sind inzwischen dabei und über 2.700 Menschen setzen sich aktiv für die regionale Ernährungswende, klimaschonende Mobilität, eine nachhaltige Wirtschaft und ein besseres soziales Miteinander ein. 

Das zentrale Element, um die Menschen vor Ort zum Machen zu ermutigen, sind Mitmach-Konferenzen. Sie vernetzen auf kreative Weise am Wandel interessierte Menschen in einer Region, um so bereits bestehende Aktivitäten in ihrer Wirksamkeit zu verstärken, sowie neue entstehen zu lassen.

Vier inspirierende Geschichten aus den Mitmach-Regionen:

 

Bürger:innen-Rat im Waldviertel

 

Als Ulrike Kleindienst und Christa Sarcletti mit einer kleinen Projektgruppe im Frühjahr 2022 mit der Mitmach-Region Waldviertel starteten, konnten sie auf ein bestehendes Netzwerk zivilgesellschaftlicher Initiativen und eine lange Tradition der Regionalentwicklung aufbauen. 

Zwei Frauen von der Mitmach-Region Waldviertel freuen sich.

Wofür dann auch noch eine Mitmach-Region? Das wurde Ulrike am Beginn gefragt: „Als Mitmach-Region können sich viele engagierte, regionale Akteur:innen in einer gemeinsamen überparteilichen Plattform auf Augenhöhe begegnen und sind unabhängig von parteipolitischen Interessen oder Konkurrenz. Wir schaffen Räume der Verbundenheit.“ 

Auf dieser Vertrauensbasis konnten – nach der Mitmach-Konferenz im Frühjahr 2023 – schon einige Mut- und Mitmachtreffen veranstaltet werden. Besonderes Interesse gilt derzeit der Frage „Was können wir in der Region dazu beitragen, dass ein gutes Leben für alle auf einem gesunden Planeten möglich ist?“ 

Um darauf möglichst viele Antworten zu finden, wurde in den Gemeinden Karlstein und Waidhofen/Thaya ein Team der Mitmachregion für die Durchführung eines Bürger:innenrates beauftragt. Was motiviert: „Die Mitmach-Region ist eine gute Basis, trennende Systeme aufzulösen und polarisierenden Bestrebungen entgegenzuwirken.“

Das wichtigste Learning: In der Mitmach-Region steht „Wollen und Dürfen“ vor „Müssen und Sollen“. Und das ist ein Teil des Erfolges.

Video von der 1. Waldviertler Mitmachkonferenz

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Mehr Informationen

 

Lüneburg: Dörfliche Bürger-Genossenschaften

 

Schon seit 2017 veranstaltet der Zukunftsrat Lüneburg jedes Jahr eine Wandelwoche, bei der sich die vielen Wandel-Initiativen in einem intensiven Programm vernetzen. 2023 probierten die Lüneburger dann ein neues Format aus: eine Mitmach-Konferenz, bei der das Thema „anders Wirtschaften“ zentral war: Wie können wir nicht nur nachhaltig, sondern regenerativ wirtschaften? 

Menschen sitzen bei der Mitmach-Region Lüneburg

Bei dieser Mitmach-Konferenz wurde die Idee der Gründung einer regenerativen Genossenschaft konkret. Dank der Unterstützung des Sozialministeriums Hannover, das die Gründungskosten übernahm, konnte die Regionalentwicklungsgenossenschaft „moktwi starten.

Die Idee ist einfach und bestechend zugleich: In den Dörfern werden Bürger-Genossenschaften (Energiegemeinschaften) gegründet, die selbst Flächen-PV Anlagen (bis 6 mW) betreiben. Damit können bis zu 3.000 Haushalte versorgt werden. Mit der jeweiligen Anlage, die der Dorfbevölkerung gehört, soll das Dorf selbst seinen Strom produzieren und verkaufen können. Aber es geht um viel mehr als Strom, sagt Horst Jäger, einer der Gründungsmitglieder: 

„Wir wollen erreichen, dass die Kreisläufe in den Dörfern gestärkt werden. Wenn wir Strom verkaufen können, können wir mit den überschüssigen Einnahmen auch soziale gemeinnützige, regenerative Projekte im Dorf finanzieren: z. B. ein E-Carsharing einrichten oder die Dorfkneipe weiter erhalten oder einen Dorfladen aufmachen.“

Die Stromproduktion ist also nur ein erster „Steigbügel“ für den Kontakt mit den Gemeinden. Und das Interesse ist enorm: „Viele Dorfräte suchen nach Möglichkeiten, die Erlöse der Energieerzeugung nicht fremden Investoren zu überlassen. Dafür ist das Projekt ‚Zukunftsdörfer‘ wunderbar geeignet“, berichtet Horst. Er steht Interessierten auch für (Online-) Vorträge zur Verfügung. 

Kontakt: horst.jaeger@moktwi.de
» Zukunftsdorf
» Moktwi
» Zukunftsrat Lüneburg

 

Radolfzell: Menschen ins Tun bringen

 

Seit vielen Jahren ist der Unternehmer Thorsten Räffle in Radolfzell am Bodensee regional engagiert – 2019 initiierte er den Klimapakt und vor 2 Jahren auch eine Mitmach-Region.

„Wir wollten mit der Mitmach-Region einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen ins Tun kommen. Denn nur Reden verändert nichts.“

So beschäftigte sich die letzte Mitmach-Konferenz Anfang Juni u.a. mit der Frage, wie Schüler:innen des örtlichen Berufsschulszentrums für Klima-Praktika in Unternehmen vermittelt werden können.

Mit den beiden Mitmach-Konferenzen hat das engagierte Team ein erfolgreiches Konzept für Bürgerbeteiligung umgesetzt. Jetzt geht es darum, dass der Prototyp von den lokalen Playern wie der Stadt weiter getragen und finanziert wird – ein Thema das viele Mitmach-Regionen bewegt.

 

Wien Mariahilf: Der Flow, der bleibt

 

Ingrid Opatka beschäftigt sich seit rund 15 Jahren mit Achtsamkeit. Und dann „war es Zeit, diese Haltung ins Handeln zu bringen“, erzählt sie.

Gemeinsam mit Leadership Associates, dem Verein Malibri, ihrer Organisation MARA O Achtsam Leben und ein paar Privatpersonen startete sie im Herbst 2023 im Bezirk Wien-Mariahilf eine Mitmach-Region. Die Mitmach-Konferenz wurde zum Erlebnistag: „Wir haben das Thema Nachhaltigkeit und den Tag festgelegt. Alles andere haben wir bewusst offengelassen.“ 

Ein Bild der Mitmach-Regionen Mariahilf wo viele Menschen an einer Tafel mitten auf einer Straße sitzen.
Diese Offenheit hat so mobilisiert, dass die Aktion ein richtiger „Selbstläufer“ wurde: Fast 40 verschiedene Wandel-Akteur:innen/Initiativen/Organisationen machten mit. 

Der Tag startete mit einem Frühstück für Obdachlose im Park – ein Projekt, das eingeschlafen war und durch die Mitmach-Region wieder erwachte. Ein Spaziergang führte zu nachhaltigen Vorbild-Unternehmer:innen im Grätzel. Menschen diskutierten in zwei Gesprächsrunden darüber, wie Städteplanung zu einem besseren Miteinander beitragen kann und wie Resilienz & Fürsorge im Bezirk gestärkt werden können. 

Die Teilnehmer:innen konnten an rund 25 Stationen, Workshops oder Spaziergängen, wie zum Beispiel eine Kleidertausch-Party oder ein Klimabrettspiel dabei sein und nachhaltige Initiativen im Bezirk erleben. 

„Sogar der Vizepräsident der Wiener Wirtschaftskammer hat sich gemeldet, um eine Gesprächsrunde im Park anzubieten“, freut sich Ingrid über die Resonanz. 

Und am Ende saßen alle zusammen an einer langen, schön gedeckten Tafel zum Abendessen – der Obdachlose, die Aktivistin, und der Nachbar von nebenan. Und die Kinder? Eroberten gleich die gesperrte Straße zum Spielen.

Die wichtigste Lernerfahrung? „Einfach machen und sich überraschen lassen. Man kann vertrauen, dass es gut aufgeht.“

 

Was wäre alles möglich?

 

Ich ahne, was möglich wäre, wenn überall Menschen zusammenkommen, um sich der dringlichsten Themen unserer Zeit anzunehmen – und dann freudig miteinander anpacken. Für ein gutes Leben für alle auf einem gesunden Planeten.

Und was wäre alles möglich, wenn gerade DU auch in deiner Region Menschen zusammenrufst und zum Mitmachen einlädst? 

Wie du selbst regional wirksam werden kannst und wie dich das Projekt Mitmach-Regionen dabei unterstützen kann – das erfährst du beim Info-Call am 25. Juni.

Mehr über die Mitmach-Regionen erfährst du » HIER. 

Ich freu mich über deinen Kommentar zu diesem Beitrag!

Deine Hemma 

Info-Call: Werde Mitmach-Region! am 25. Juni

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Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

1 Kommentar zu „Regional wirksam werden – Wie es gelingen kann“

  1. Das ist ja wunderbar, dass die Mitmach-Regionen in die nächste Runde starten. Ganz, ganz viel DANKE für die tolle und professionelle Unterstützung, das Ermöglichen, das Dranbleiben und das stetige „Dehnen“ der eigenen Grenzen 🙂
    Ich wünsche uns allen, dass es in diesem Sinne weiter geht

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