Die Israelin Miki Kashtan ist eine internationale Koryphäe in der Welt der „Gewaltfreien Kommunikation“. Sie hat Grundlagen und Praktiken geschaffen für eine Gesellschafts-Veränderung, die mit unserer Befreiung beginnt – innen und außen, individuell und kollektiv.

Sie ist eine Revolutionärin, eine Wissenschaftlerin, eine tief empathische Person.

Ich hatte das Glück mit ihr einige Tage auf einem Retreat in Polen zu verbringen mit dem klingenden Titel „Mobilizing for Nonviolent Global Liberation“. Und sie hat mich sehr beeindruckt – ich hab‘ auch ein Interview mit ihr gemacht.

Was ich gern zum Einstieg teilen mag sind ihre 17 „Core Commitments“, zu denen sie in ihrem Buch „Spinning Threads of Radical Aliveness: Transcending the Legacy of Separation in our Individual Lives“ konkrete Praktiken beschreibt.

Die „Core-Commitments“ – mehr als eine Willenserklärung

Die Core-Commitments von Miki Kashtan können uns dienen als Kompass, als Erinnerung, als ein Gerüst für ein bewusstes und absichtsvolles Leben.

Es geht dabei nicht um das, was wir tun “sollten” in einem Denken von Richtig und Falsch. Und es geht schon gar nicht um „Pflicht“, es ist auch kein Versprechen.

Und gleichzeitig ist es mit den von Miki definierten Praktiken auch mehr als eine Absicht, es ist sogar mehr als eine grundlegende Willenserklärung. Deshalb verwende ich auch hier in der Übersetzung das englische Wort „Commitment“.

Fokus auf „Unterstützung holen“

Zentral ist für Miki, dass wir für das Leben der Commitments und das „Dranbleiben“ andere Menschen brauchen.

„While the choice is ours to make, and the invitation is to extend ourselves to life fully without conditions, we need each other to be able to continue to face reality – external and internal – and keep focused on what matters to us most.“

Deshalb formuliert Miki für jedes Commitment einen Impuls dazu, was uns bei der Umsetzung unterstützen kann.

Mehr Info zu Miki Kashtan und ihren Büchern findet sich auf http://thefearlessheart.org/

17 „Core Commitments“ für die Transformation unseres Bewusstseins

Was ich für mich selbst will…

 

1. Offen sein mir selbst gegenüber (aussteigen aus der Selbstverurteilung)

Selbst wenn ich mich auf einer Weise verhalte, die ich gleichzeitig ablehne, will ich mein Herz offen halten mir selbst gegenüber.

Wenn ich merke, dass ich mich selbst verurteile, will ich mir Unterstützung dafür holen, mich wieder mit mir selbst zu verbinden und die Bedürfnisse, die mein Handeln motivieren, mitfühlend zu halten und wert zu schätzen.

 

2. Offen sein für volle emotionalen Erfahrung

Selbst wenn meine Gefühle für mich unangenehm sind, will ich für mich präsent sein und mein Herz für die Fülle meiner emotionalen Erfahrung offen halten.

Wenn ich merke, dass ich angespannt bin und über meine Erfahrungen hinweggehe, mich betäube oder meine Gefühle abschalte, dann will ich mir Unterstützung dafür holen, meinen Widerstand / meine Wehrhaftigkeit los zu lassen und mich für das zu öffnen was ist.

 

3. Meine Bedeutsamkeit riskieren

Selbst wenn ich voller Zweifel bin, will ich mich in vollem Umfang der Welt anbieten.

Wenn ich merke, dass ich denke, ich sei nicht wichtig oder mein Tun sei nicht von Bedeutung, dann will ich mir Unterstützung dafür holen, wieder zu dem Wissen zurückzukommen, dass mein Dasein und meine Begabungen von Bedeutung sind.

 

4. Verantwortung übernehmen

Selbst in Zeiten in denen ich mich im Angesicht von Hindernissen oder schwierigen Emotionen überwältigt fühle, will ich die volle Verantwortung für meine Gefühle, mein Tun und mein Leben übernehmen.

Wenn ich merke, dass ich Macht an andere Menschen abgebe, an höhere Mächte oder an analytische Kategorien wie „meine Vergangenheit“ oder Bezeichnungen, die ich mir gebe, will ich mir Unterstützung dafür holen, die grundlegende Wahlfreiheit in mir wiederzufinden, zu leben wie ich möchte und zu bitten um was ich möchte.

 

5. Für mich selbst sorgen

Selbst wenn ich gestresst bin, mich überwältigt fühle oder von meinen Gefühlen abgeschnitten bin, will ich mich um mein Wohlsein bemühen und Maßnahmen ergreifen, die mein Leben nähren.

Wenn ich merke, dass ich Strategien vernachlässige, von denen ich weiß, dass sie zu meinem Leben beitragen (so wie mich sportlich zu betätigen, Essen wie ich es möchte, Unterstützung und Empathie wie benötigt annehmen, wohltuende Aktivitäten oder andere Dinge, die mich unterstützen), dann will ich mir Unterstützung dafür holen, mich wieder mit dem Wert meines eigenen Lebens zu verbinden und mit meinem Wunsch, mich zu nähren.

 

6. Für Ausgleich und Balance sorgen

Selbst wenn ich versucht bin, mich zu überlasten (einschließlich aufgrund irgendeiner dieser Erklärungen), will ich in jedem Moment achtsam gegenüber meinen Grenzen sein.

Wenn ich merke, dass ich mich unter Druck setze, dann will ich mir Unterstützung dafür holen, die natürliche Weisheit meines Organismus zu respektieren. Und ich will darauf vertrauen, dass ich mit der Zeit meine Kapazitäten erweitere, selbst wenn ich innerhalb meiner derzeitigen Grenzen bleibe.

 

Was ich in Bezug auf Andere will…

 

7. In jedem Fall lieben

Selbst wenn meine Bedürfnisse ernstlich unerfüllt sind, will ich mein Herz offen halten.

Wenn ich merke, dass ich Urteile bilde, voll Ärger oder sonst wie getriggert bin, will ich mir Unterstützung dafür holen, meine Urteile zu transformieren und anderen mit Liebe zu begegnen.

 

8. Die Unschuld der Anderen voraussetzen

Selbst wenn ich die Handlungen oder Worte anderer nicht verstehe oder sie mir Angst machen, will ich davon ausgehen, dass ihnen eine menschliche Absicht zugrunde liegt, die auf echten Bedürfnissen basiert.

Wenn ich merke, dass ich sonstige Motive vermute, oder die Handlungen anderer analysiere, will ich mir Unterstützung dafür holen, mich wieder in der Klarheit zu verankern, dass jede menschliche Handlung ein Versuch ist, Bedürfnisse zu erfüllen, die auch in mir angelegt sind.

 

9. Empathische Präsenz

Selbst wenn andere im Schmerz sind und abgeschnitten von sich selbst, wenn sie starke Gefühle ausdrücken oder verurteilen, will ich eine entspannte Gegenwärtigkeit mit ihrer Erfahrung aufrecht halten.

Wenn ich merke, dass ich versuche, in Ordnung zu bringen, Ratschläge zu geben, mechanisch Empathie gebe oder meine Aufmerksamkeit anderswo hinwende, will ich mir Unterstützung dafür holen, dass ich das Vertrauen in das Veränderungspotentzial / die Verwandlungskraft wiederfinde – und auch in das Geschenk, einfach nur mit jemandem zu sein.

 

10. Großzügigkeit

Selbst wenn ich ängstlich bin oder wenig Ressourcen habe, möchte ich aktiv für andere da sein und auf deren Bitten eingehen.

Wenn ich merke, dass ich mich angstvoll anspanne und unwillig werde, zu geben, will ich mir Unterstützung dafür holen, jegliches Mangeldenken loszulassen und Gelegenheiten willkommen zu heißen. in denen ich geben kann.

 

Was ich in der Interaktion mit anderen will…

 

11. Authentizität und Verletzlichkeit

Selbst wenn ich mich ängstlich und meiner Selbst unsicher fühle, will ich meine innere Wahrheit mit anderen teilen, und dabei achtsam und mitfühlend mit mir selbst und anderen umgehen.

Wenn ich merke, dass ich mich verstecke oder schütze, will ich mir Unterstützung dafür holen, die Möglichkeit anzunehmen, dass ich mein Selbstgefühl ausdehnen und Scham überwinden kann.

 

12. Verfügbar sein für Feedback

Selbst wenn ich so gesehen und angenommen werden möchte wie ich bin, will ich offen für Rückmeldungen von anderen sein, um zu lernen und zu wachsen.

Wenn ich merke, dass ich mich verteidige oder in die Selbstverurteilung abrutsche, will ich mir Unterstützung holen, um die Schönheit und das Geschenk in dem zu finden, was mir mitgeteilt wird.

 

13. Offen sein für Dialog

Selbst wenn ich sehr an einem bestimmten Ergebnis interessiert bin, will ich offen dafür bleiben, meine Interessen im Dialog zu ändern.

Wenn ich merke, dass ich einen Standpunkt verteidige oder jemandem anderen von seiner Position abzubringen versuche, will ich mir Unterstützung dafür holen, die Anhaftung loszulassen und mich mit meinen Bedürfnissen und den Bedürfnissen der anderen zu verbinden und darauf hinzuarbeiten, dass sich aus dieser Verbindung mit den Bedürfnissen neue Möglichkeiten entwickeln können.

 

14. Konflikte lösen

Selbst wenn ich viele Hindernisse habe, mich mit jemandem zu verbinden, will ich mich dafür offen halten, Probleme zwischen uns mit der Unterstützung anderer zu lösen.

Wenn ich merke, dass ich von jemandem Abstand nehme, will ich mir Unterstützung dafür holen, damit ich mich wieder an die Magie von echtem Dialogs erinnere und mich em Prozess der Heilung und Versöhnung anvertraue, um die Verbindung zwischen uns wiederherzustellen.

 

Was ich in Bezug auf das Leben will…

 

15. Allseitige Abhängigkeit anerkennen

Selbst wenn ich Trennung erfahre oder tiefe Isolation, will ich mein Herz für die Fülle und allseitige Verbundenheit allen Lebens öffnen und das Bewusstsein kultivieren für die zahllosen Wege, wie sich unsere Handlungen und Erfahrungen gegenseitig beeinflussen.

Wenn ich merke, dass ich mich in Selbstgenügsamkeit, Trennung oder Misstrauen zurückziehe, will ich mir Unterstützung dafür holen, mich an die Schönheit und die Befreiung zu erinnern, die ich erfahre, wenn ich in der allseitigen Verbundenheit weile, einschließlich der vielen Wege, auf denen jedes unserer Leben von den Gaben, Handlungen und Anstrengungen anderer abhängt.

 

16. Annehmen was ist

Selbst wenn Veränderung geschieht (erwünscht oder unerwünscht, klein oder groß), Dinge auseinanderfallen, Menschen mich hängen lassen, oder auf der Welt Unglück geschieht, will ich dem Leben gegenüber offen bleiben.

Wenn ich merke, dass ich mich anspanne und vom Leben zurückziehe oder mich zu fixen Ideen darüber hingezogen fühle, was genau passieren sollte, will ich mir Unterstützung dafür holen, um ein Gefühl des Friedens mit unerfüllten Bedürfnissen zu finden – damit ich schließlich Antworten bzw. Handlungen wählen kann, die meiner inneren Klarheit entsprechen, wie ich dem Leben begegnen will.

 

17. Das Leben feiern

Selbst wenn ich Schwierigkeiten gegenüber stehe – persönlich, in Gemeinschaft oder global – will ich eine Einstellung von Wertschätzung und Dankbarkeit dafür aufrechterhalten, was das Leben mir bringt.

Wenn ich merke, dass ich zynisch werde oder nur noch Schmerz und Verzweiflung spüre, will ich mir Unterstützung dafür holen, mein Herz mit der Schönheit und dem Wunder zu verbinden, das selbst in den schlimmsten Umständen im Leben existiert.

 

Dieser Text stammt im Original von Miki Kashtan (2010) und findet sich auf ihrer Seite „The Fearless Heart„. Ich habe mir erlaubt, die bestehende Übersetzung von Volkmar Richter anzupassen / zu verbessern – mit dem Ziel, dass der Text leichter zu erfassen ist.

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»Unless we as social change agents come from a certain kind of spirituality, we’re likely to create more harm than good.« – Marshall Rosenberg

Wie findest du die „Core Commitments“?

Bitte hinterlasse mir deine Gedanken in einem Kommentar unten auf dieser Seite.

Martin Kirchner ist Mitgründer der Pioneers of Change in Österreich

2018-07-12T17:18:27+00:00

37 Comments

  1. Martin Kirchner
    Wiltrud 29. Juni 2018 at 19:24 - Reply

    Martin, das ist so einfach und klar formuliert, darf ich es in Auszügen mal in der Arbeit mit SchülerInnen benutzen?
    Jetzt habe ich grad Ferien, auch schön 🙂
    Sommerliche Grüße aus Hannover, Wiltrud

    • Martin Kirchner
      Martin Kirchner 6. Juli 2018 at 16:55 - Reply

      Klar!!! Schöne Ferien!

  2. Martin Kirchner
    Alma 28. Juni 2018 at 13:32 - Reply

    jajaja .. da ist viel Schönes dabei .. etwas Argwohn bleibt in mir, weil ich fürchte, mich latent aufzulösen bei all dem NURNOCHOFFENSEIN .. verlockend ist die Vorstellung vom WeicherWerden dennoch .. DANKE für die KurzForm .. Und: Wie Geht Das Gleich Nochmal Mit Dem Hilfe / Unterstützung Holen ?? 🙂

    • Martin Kirchner
      Mirû 21. Juli 2018 at 21:36 - Reply

      4–6 😉

  3. Martin Kirchner
    Monika 24. Juni 2018 at 20:49 - Reply

    Ich bin berührt und stimme dem Text voll und ganz zu. Danke, dass du es mit mir geteilt hast. Ich werde es ebenfalls mit anderen teilen!

  4. Martin Kirchner
    Ru 16. Juni 2018 at 21:15 - Reply

    Der Mund lächelt und das Herz weint…so fühle ich mich beim Lesen der Worte. Und ich weiß nicht ob es die Schönheit der Weisheit macht, oder der Schmerz der Sehnsucht…In jedem Fall DANKE!

    • Martin Kirchner
      Mirû 21. Juli 2018 at 21:39 - Reply

      Ich glaube, das ist der Weg. So darf es auch sein.

  5. Martin Kirchner
    Angelika 15. Juni 2018 at 16:21 - Reply

    DANKE – Habe den Beitrag geteilt. Wer körperliche oder seelische Schmerzen hat, kann nicht gut für sich selber sorgen und braucht deshalb kompetente Unterstützung. Und dann, wenn ich mich wieder wohlfühle, kann ich mit Freude für andere da sein und deren Leben bereichern. Und leider spüren manche Menschen ihre eigenen Schmerzen nicht (mehr).

  6. Martin Kirchner
    reinhard 12. Juni 2018 at 20:46 - Reply

    in meiner buddhistischen tradition von thich nath han gibt es ähnliche praktiken mit sich und anderen und den damit verbundenen gefühlen und verletzungen so achtsam und mitfühlend umzugehen. gleichwohl fehlt mir die psychologische befähigung und ermächtigung zu dieser inneren haltung der wertschätzung, offenheit und kraft, so einen heilsamen umgang mit sich und anderen auch wirklich zu leben und zu verleiblichen. da hat mir die leibtherapie, das familienstellen und die verhaltenstherapie viel geholfen.danke für die anregenden impulse!

  7. Martin Kirchner
    Wolfgang Hopp 12. Juni 2018 at 15:57 - Reply

    Martin – das ist ein großartiges Papier. Wunderbar auf den Punkt gebracht. Melde mich gleich hiermit als Unterstützer an für den Fall, dass ihr noch Unterstützer braucht. Das würde mir Freude machen für Fluß zu sorgen indem ich Leute aus ihren aktuellen individuellen Lebenssituationen heraus helfe das Lebe Deine Änderung zu verwirklichen. Kompetenz bringe ich mit – bin seit 8 Jahren mit Transparenter Kommunikation vertraut und mein jahrelanges Studium des zeitlosen Wissen bei Inner Science (Thomas Hübl) hat seine Früchte getragen.

  8. Martin Kirchner
    Renate 12. Juni 2018 at 15:10 - Reply

    Ich habe mich sehr über die Mail von Martin Kirchner gefreut und die 17 „Kern-Verpflichtungen“ durchgelesen. Ich stamme ursprünglich aus Ostdeutschland, daher habe ich Mühe mit den vielen englischen Worten oder Zitaten und hole mir dann bei Zeit und Gelegenheit immer erst einmal ein Wörterbuch oder muss sie in den „translator“ eingeben. Die Seite von Miki Kashtan „das furchtlose Herz“ ist auch nur auf englisch (?). Ich finde es beeindruckend, dass eine Frau aus Israel, einem Land wo es soviel Krieg und Gewalt und Tod gibt, diese gewaltfreie Kommunikation als Grundlage für Gesellschaftsveränderungen sieht, lebt und weitergibt.

    Der Fokus auf „Unterstützung holen“ ist etwas was mir nicht geläufig ist. Ich habe gelernt, mit mir allein „durchzukommen“. Da fehlt mir etwas.

    Vielen Dank. Ich werde diese guten Verpflichtungen immer wieder lesen und mit in mein Leben nehmen.

  9. Martin Kirchner
    Rainer 12. Juni 2018 at 14:53 - Reply

    ….wo hole ich mir die Unterstützung, wenn ich merke, dass ich mir mit dem einen oder anderen Punkt Schwierigkeiten habe?

  10. Martin Kirchner
    Camilla 12. Juni 2018 at 13:14 - Reply

    Danke. Ja! Kann und will ich zu allem sagen.

    Schwierig wird es für mich derzeit an dem Punkt, wo ich diese, ich nenne es Hingabe an die Schönheit des Lebens in Demut, lange gelebt habe mit einem Menschen. Nun habe ich das Gefühl, dass es zu lange nicht gehört, erkannt, gespiegelt noch mitgelebt worden ist.

    Aber was heisst schwierig? -es zeigt mir, dass ich noch nicht klar genug bin in meinem Ausdruck, deutlich zu all dem zu stehen, was für mich LEBEN bedeutet. Dankbar bin ich also, dass ich diese Nachricht gerade heute lese, um also die Begegnung, mit dem mir für 10 Jahre scheinbar am nächsten stehenden Menschen, erneut zu unternehmen. Und wenn es auch bedeutet, dass die Auffassung von LEBEN auf unterschiedliche Weise umgesetzt werden möchte, so kann es doch liebevoll sein, sich darüber auszutauschen. Das ist jedenfalls derzeit ein sehr wichtiger Punkt für mich. Ich glaube daran und spüre, dass es jeden Tag sehr hart und auch schmerzhaft ist. Bloss gut, dass dieser Schmerz durchlebt wird, da ich, so glaube ich, dass es gemeint ist, dem LEBEN zur LIEBE und nicht der Schmerzfreiheit zur Liebe lebe, und mir oder Gott oder der Natur treu bin. Danke.

  11. Martin Kirchner
    Nathalie 12. Juni 2018 at 12:07 - Reply

    Lieber Martin,
    ich danke dir von ganzem Herzen für das Teilen dieser wunderschönen Commitments.
    Und dass ich über die von Miki und ihrer kraftvollen Arbeit erfahren durfte!!
    Die Commitments sind so unglaublich tiefgreifend und wandlungsstark – und gleichzeitig sie auf dem Schirm zu halten im Alltag erfordert sein ganzes Wesen. Und ein starke Community, die das ebenfalls lebt.
    Hast du Erkenntnisse sammeln können, wie du sie in deinen Alltag wirklich übeträgst und einfließen lässt?
    Alles Liebe,
    Nathalie

    • Martin Kirchner
      Martin Kirchner 12. Juni 2018 at 21:14 - Reply

      Liebe Nathalie, viele dieser Haltungen sind schon ein langjähriger Übungsweg für mich – ich habe vor 13 Jahren eine Trainerausbildung für Gewaltfreie Kommunikation gemacht, das hat mein leben geprägt. Und im Alltag mit 3 Kindern und in einem Gemeinschaftsprojekt lebend gibt es genug Gelegenheit zum Üben 😉

  12. Martin Kirchner
    Claudia Lechenbauer 12. Juni 2018 at 11:00 - Reply

    was für wunderbare 17 punkte!
    so klar und einfach-und eigentlich das genaue gegenteil von dem, was gelebt wird.
    was wir über so lange zeit praktiziert haben.da steh ich nun vor diesem berg-schier unbegehbar!-
    und es gibt nur den ersten schritt:JA ICH WILL!
    denn alles andere ist leer und schal.kann mich nicht zu mir
    und meiner lebendigkeit,meiner erfüllung führen.
    vielen dank!

  13. Martin Kirchner
    Andrea 12. Juni 2018 at 9:02 - Reply

    Gibt es die 17 Core Commitments in PDF Form zum Ausdrucken und aufhängen?

  14. Martin Kirchner
    Andrea 12. Juni 2018 at 8:59 - Reply

    Danke – es ist immer wieder wichtig, daran erinnert zu werden, was wirklich wichtig ist. Auch wenn es nicht immer machbar ist einzuhalten, ist doch die Ausrichtung darauf schon sehr wertvoll.
    Wichtig finde ich auch uns bewusst zu machen, wir müssen es nicht immer alleine schaffen/machen – wir dürfen uns erlauben Hilfe und Unterstützung anzunehmen.
    GEMEINSAM & IN VERBUNDENHEIT
    Danke an die Erinnerung!

  15. Martin Kirchner
    Eva Dorothee 12. Juni 2018 at 1:00 - Reply

    Ich finde die Committments ganz phantastisch, weil sie von der Ebene der Verbundenheit zwischen Menschen ausgehen und vorallem die Basis dafür , nämlich die Selbstliebe und Selbst-Akzeptanz mit allem was gerade da ist, sehr unterstützen.

  16. Martin Kirchner
    Daniela Sroveleit 11. Juni 2018 at 23:50 - Reply

    Berührt mich sehr, und : ja, ein Kompass in Lebensqualität und eine echte Herausforderung. Setzt sehr ehrliche Selbstreflektion voraus. Und bringt für mich viele Verhinderungsstrategien auf den Punkt. Benannt- erkannt. Mir gefällt : Ich will mir Unterstützung holen. Die Unterstützung kann sehr vielgestaltig sein, auch wenn man keinen Pulk von Gleichgesinnten um sich hat- was natürlich das beste wäre. Danke

  17. Martin Kirchner
    Ursula 11. Juni 2018 at 23:28 - Reply

    Danke, Martin,
    schöne Zusammenfassung.
    Nur beim ersten Anschauen fand ich die Commitments sehr viel.
    Aber sie sind überschaubar gegliedert u dadurch hilfreich.
    Mir ging echt das Herz auf.
    Gerade das „Mir Unterstützung holen“ erinnert mich, dass ich nicht alles alleine und immer perfekt machen muss. Lonesome Rider ist passee.
    Und dass auch ich andere unterstützen kann indem ich sie und uns gegenseitig erinnere.

    Erinnert mich gerade an die drei Dinge, di ich bei Charles Kunow in der Wüste gelernt habe: Lieben – Dienen – Erinnern

  18. Martin Kirchner
    Anna Noe-Just 11. Juni 2018 at 23:25 - Reply

    Auch mich sprechen die ‚Core Comments‘ tief an und ich finde sie völlig „logisch“ vom Hirn & Herz her, wenn wirklicher Friede jemals kommen soll…
    Dass ich bei meinene eigenen „Schwachstellen“ im Verhalten dann die geeignete Unterstützung bekomme, darauf vertraue ich! 🙂
    DANKE für diese wertvolle Bewusstmachung!

  19. Martin Kirchner
    Anna Noe.Just 11. Juni 2018 at 23:23 - Reply

    Auch mich sprechen die ‚Core Comments‘ tief an und ich finde sie völlig „logisch“ vom Hirn & Herz her, wenn wirklicher Friede jemals kommen soll…
    Dass ich bei meinene eigenen „Schwachstellen“ im Verhalten dann die geeignete Unterstützung bekomme, darauf vertraue ich! 🙂
    DANKE für diese wertvolle Bewusstmachung!

  20. Martin Kirchner
    Jürgen Döhrmann 11. Juni 2018 at 23:15 - Reply

    Es drückt alles aus, was mir wichtig ist und was ich anstrebe

  21. Martin Kirchner
    torsten hein 11. Juni 2018 at 21:37 - Reply

    So viel Weisheit, schön zu lesen !!
    Schöne Unterstützung beim alltäglichen Auseinandersetzen mit einer Gesellschaft die noch ganz viel Angst vor dem Verbundensein hat.
    Danke

  22. Martin Kirchner
    susanne 11. Juni 2018 at 21:17 - Reply

    ja, toll das es sowas überhaupt gibt….und danke!!! weiter schließe ich mich ingeborg an,: Ich will mir Unzerstützung ist sehr abstrakt…LG

  23. Martin Kirchner
    Astrid 11. Juni 2018 at 21:14 - Reply

    Vielen Dank fürs Teilen dieser wundervollen Commitments. Ich habe mich in den meisten wiedergefunden und gemerkt wie ich auch oft sehr in der Verurteilung, vorallem von mir selbst bin. Ich war sehr berührt von der tiefen Liebe die ich in diesen Worten spüre. Alles Gute Martin weiterhin auf deinem Weg.

  24. Martin Kirchner
    Hilde 11. Juni 2018 at 20:19 - Reply

    Unterstützung zu holen ist der Schnittpunkt aller ihrer Aussagen. Und genau das ist jedenfalls für mich schwierig. Mir ist klar, dass ich Mut benötige für das Sich-öffnen und Vertrauen vorhanden sein muß, zur richtigen Unterstützung geführt zu werden. Ich will es versuchen.

  25. Martin Kirchner
    Charlotte 11. Juni 2018 at 19:15 - Reply

    Lieber Martin,
    ganz viel Dank, dass du diese Übersetzung uns zur Verfügung stellst.
    Ich finde diese Impulse und Haltungen sehr unterstützend und hilfreich. Für mich spricht eine tiefe Kenntnis von Dialog- und Grenzerfahrungen im eigenen Innen und im Außen der lieben Mitmenschen aus diesen Einstellungen . Ermutigend auch, dass der Weg über wachsames und aufrichtiges Wahrnehmen bei sich selbst eine Grundlage für verbalen und nonverbalen Dialog schafft und kein „Du musst endlich anders sein….!“
    Liebe Grüße, Charlotte

  26. Martin Kirchner
    Marie-Claire Lange 11. Juni 2018 at 18:53 - Reply

    Mir geht es genauso wie bei Ingeborg, man bräuchte einen ganzen Pulk von Leute dazu, da die Themen sehr unterschiedlicher Natur sind. Hinzukommt das nicht alle Freunde und Bekannten dafür geeignet sind…also was nun? Trotzdem Danke dir für die Anregungen, sie sind sehr wertvoll.

  27. Martin Kirchner
    Stephanie Kiel 11. Juni 2018 at 18:36 - Reply

    … so einfach und doch so schwer und in Summe ganz schön viel.
    Aber auf jeden Fall erstrebenswert!
    Für mich auch ein Kompaß für Lebensqualität!

  28. Martin Kirchner
    Ingeborg Maucksch 11. Juni 2018 at 16:49 - Reply

    Grundsätzlich finde ich die Aussagen richtig, gut und beherzigenswert, allerdings ist mir die fast in allen Punkten wiederkehrende Feststellung: „Ich will mir Unterstützung holen“ zu abstrakt. Ich kann damit nicht viel anfangen und weiß auch nicht, wie das jeweils geschehen soll.

    • Martin Kirchner
      Martin Kirchner 11. Juni 2018 at 19:01 - Reply

      Ja, viele von uns fühlen sich wohl ein bisschen alleine am Weg. Und da geht es wohl darum, sich mit Gleichgesinnten zusammenzutun, eine Unterstützungsgemeinschaft aufzubauen. Einen ersten Schritt mit der Idee von Buddies habe ich hier beschrieben: http://pioneersofchange.org/buddy-building/

    • Martin Kirchner
      Ursel Näther 11. Juni 2018 at 21:45 - Reply

      Ja, Unterstützung holen. Ich verstehe darunter, mich an Menschen zu wenden, die in dem Bereich stark sind, wo ich mich entwickeln möchte. Und mich ein bisschen an die HAnd nehmen lassen…..

    • Martin Kirchner
      Sunny 12. Juni 2018 at 14:30 - Reply

      Für mich kann das auch heißen, ein oder zwei vertraute Menschen in meinem Leben zu haben, die mich gut kennen und in deren Gegenwart es mir ganz leicht fällt, mich in meiner Ganzheit inkl. Schwäche zu zeigen, und die erstmal um Empathie für meine Situation zu bitten – für die Seiten von mir, die sich gerade abstrampeln oder leiden, und für die, die meine Vision und Sehnsucht in sich tragen. Und wenn beides voll und ganz gehört wird, ohne Veränderungsdruck erstmal da sein darf, enststeht ein neuer Raum, in dem Veränderung möglich wird.

      Ich bin mir ziemlich sicher, dass Miki das auch so gemeint hat, denn sie kommt ja aus einer Kultur (Gewaltfreie Kommunikation), in der es ganz normal ist dass Menschen einen oder mehrere Empathie Buddies haben, die mit offenem Herzen zuhören können wo wir uns verknoten oder verrannt haben.

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