Di.Day: Wir stärken digitale Alternativen

Wir ermutigen zum Wechsel auf demokratiefreundliche digitale Plattformen - denn wir sind bereits dort! Und ab 4. Januar feiern wir jeden Monat den digitalen Unabhängigkeitstag.

Ich bin Social Media-Manager bei Pioneers of Change – und an manchen Tagen verfluche ich meinen Job!

Da können meine wunderbaren Kolleg:innen und das sinnstiftende Wirken unseres gemeinnützigen Vereins nichts dafür.
Denn Sichtbarkeit auf Social Media ist oft ein Kampf gegen Windmühlen: Die Algorithmen der Tech-Oligarchen belohnen Empörung und spülen Fast-Fashion-Werbung nach oben. Wissensvermittlung und moderate Stimmen der Vernunft verstummen in einem Sumpf voller KI-Fakes, Desinformation und Hasskommentaren, in dem ich mich frage: “Was mache ich hier eigentlich?”

Heute ist nicht so ein Tag, denn es gibt einen Hoffnungsschimmer zu verbreiten:

Der Digital Indepence Day: Wechseln zu demokratiefreundlichen digitalen Alternativen

Der “Digital Indepence Day” (Di.Day oder DID) wurde vom Netzwerk Save Social ausgerufen, unterstützt von namhaften Organisationen wie Ecosia, Robin Wood, Wikimedia, wechange, dem Europäischen Permakultur-Netzwerk und dem Chaos Computer Club – und auch wir sind natürlich dabei. Prominenter Unterstützer ist der Autor der Känguru-Chroniken Marc-Uwe Kling.

Die Idee besticht, weil sie simpel ist: Jeden 1. Sonntag im Monat wird zum Wechseln von Monopol-Plattformen oder -Apps zu gesellschaftsschonenden Alternativen aufgerufen.

Ich empfehle, dir die nächste Viertelstunde für deine digitale Unabhängigkeit zu nehmen, und durch die Wechsel-Rezepte auf der Website des Digital Independence Day zu stöbern. So viele der Plattformen, die bis jetzt deine Daten futtern, kannnst du in wenigen Schritten auswechseln. 

In diesem Blog-Artikel stelle ich vor, wie du den Inhalten von Pioneers of Change folgen kannst, ganz ohne den oft so alternativlos scheinenden Klauen von Big Tech ausgeliefert zu sein.

Wie Pioneers of Change demokratische Alternativen stärkt

Über unseren E-Mail-Newsletter erhältst du jeden Sonntag alle Neuigkeiten und Veranstaltungen von Pioneers of Change, sowie Inspiration und ausgewählte Tipps aus unserem Umfeld.

Tipp: Kann ein E-Mail-Anbieter wirklich kostenlos sein? Oder zahlst Du mit deinen Daten?
Es gibt mittlerweile viele Anbieter, die mit EU-konformen Datenschutz, Sicherheit und Ökostrom punkten.

Ausgewählte Interviews kannst du kostenlos, ohne Werbung und Tracking auf alternativen Podcast-Plattformen hören. Wie das geht, erklären wir auf unserer Podcast-Seite.

Auch elektronische Briefe sind dir zu verstaubt?
Wir schicken Erinnerungen an unsere Online-Veranstaltungen auch auf Signal.
Signal ist eine verschlüsselte und quelloffene Alternative zu WhatsApp & Telegram, im Besitz der gemeinnützigen US-amerikanischen Signal-Stiftung.
Signal ist gratis und rein auf Spenden angewiesen.

Mastodon ist so transparent und unabhängig, wie Social Media nur sein kann.
Es handelt sich um eine dezentralisierte Open-Source-Plattform, auf denen Nutzer Ihre eigenen Gemeinschaften (Server) mit ihren eigenen Regeln und Moderationsrichtlinien erstellen können. Dadurch kann keine Instanz die Plattform je ganz übernehmen oder zensieren. Die gemeinnützige Mastodon gGmbH sitzt in Berlin.

Fun Fact: “Mastodon” ist die Bezeichnung für eine Mammut-Art, wie sich im Logo bei genauerem hinsehen erkennen lässt.
Deswegen wird auf Mastodon auch “getrötet”, statt “getweetet”.

Viele frühere Twitter-Nutzer:innen, darunter bekannte deutschsprachige Journalist:innen und Medien, sind von X zu Bluesky gewechselt. Der Dienst wurde von früheren Twitter-Mitarbeiter:innen gegründet und ähnelt stark dem Twitter aus frühen Tagen – mit einer chronologischen Timeline, die nicht von Algorithmen sortiert wird.

Googles Werbeapparat generiert gigantische Gewinne, die wenige Superreiche noch reicher und mächtiger machen.
Währenddessen gehen 100% der Gewinne der Suchmaschine Ecosia in Aufforstung, sozialen Klimaschutz und Artenschutz. Zudem wird mehr Solarstrom produziert, als für alle Suchen benötigt wird. Wie viele andere “alternative” Suchmaschinen hat Ecosia hohe Standards an den Datenschutz; das Social Business mit Sitz in Berlin gibt an, die größte europäische Suchmaschine zu sein.

Transparenzhinweis: Ecosia ist offizieller Partner von Pioneers of Change. Für jede Installation des Ecosia-Browser über obigen Link wird 1 Baum gepflanzt, für jeden Kauf eines Kongresspakets des 10. Pioneers of Change Online Summit weitere 5 Bäume.

Wir veröffentlichen Ausschnitte unserer Interviews und Live-Webinare auf YouTube, da sie dort am meisten Menschen erreichen – das ist immerhin die Mission von Pioneers of Change.
Auch wenn wir vor unseren eigenen YouTube-Videos selbst keine Werbung schalten, kann Google das Nutzer:innen-Verhalten für Webezwecke analysieren.
Wer das nicht möchte, kann über den Duck Player im DuckDuckGo-Browser komplett anonym und werbefrei YouTube schauen.
Aber auch für andere Browser wie Mozilla Firefox und den klimafreundlichen Ecosia Browser gibt es Plugins, die die Überwachung von Google & Co eindämmen.

Für Android-Smartphones gibt es die App NewPipe, mit der YouTube-Videos ohne Werbung und Tracking geschaut werden können. Für die Installation braucht es den alternativen App-Store F-Droid.

Die Strategie von Pioneers of Change

Ja, wir sind auf kommerziellen Plattformen vertreten, solange wir dort noch Reichweiten erzielen. Immerhin ist die Mission von Pioneers of Change, Inspiration und Ermutigung zu verbreiten, und Wandelgestalter:innen zu vernetzen.

Gleichzeitig versuchen wir, nach personellen Ressourcen auch demokratiefreundliche digitale Alternative zu bespielen, damit unsere Leser:innen und Zuhörer:innen mindestens die Wahl haben. Wir hoffen und arbeiten daran, dass unsere Reichweiten auf Plattformen wie Mastodon steigen.

Und: wir sind überglücklich über all jene, die unsere Inhalte direkt über unseren E-Mail-Newsletter lesen, hier im Blog kommentieren oder über unsere Pioneers.Members-Plattform mit uns vernetzt sind. 

Welche Alternativen magst Du der Pioneers of Change-Community empfehlen? Wir freuen uns auf deinen Kommentar!

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Damit ist der Mastodon-Server gemeint, auf dem du dein Profil hast.
Was ist Mastodon überhaupt und warum solltest du dort sein? Das erklären wir hier
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Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

10 Gedanken zu „Di.Day: Wir stärken digitale Alternativen“

  1. Liebe Pioneers, danke, dass ihr Alternativen zu dem Social Media Unfug aufzeigt. Ich habe es bis jetzt geschafft mich WhatsApp, Facebook und dergleichen mehr zu verweigern, obwohl da ein gewisser Druck war und ist, weil es halt viele in meinem Umfeld nutzen und auch beruflich für nötig erachtet wurde. Inzwischen wurde in meiner Schule WhatsApp für die offizielle Kommunikation in allen schulischen Belangen untersagt und auf Signal umgestellt!
    Mein einziges Zugeständnis ist mein Gmail-Account, weil da der Spamfilter ziemlich gut ist und ich meine anderen Mailadressen ziemlich frei von Müll und Werbung halten kann. Signal nutze ich gerne und habe es einigen im Freundeskreis schmackhaft gemacht. Mit den anderen geht es halt über SMS und ich muss mich eh nicht andauernd medial in Szene setzen. Das bedeutet nicht, dass ich mich moderner Technik verweigere oder nicht damit umgehen kann. Ich arbeite seit gut 30Jahren auch beruflich mit den verschiedensten Computerprogrammen und bin darin ziemlich versiert, versuche aber die Technik sinnvoll einzusetzen und sie nicht mein ganzes Leben bestimmen zu lassen. Mein Smartphone liegt oft stundenlang in einer Ecke. Es gibt soviel wichtigere Dinge als permanent online zu sein, für mich gehören dazu unter anderem Spaziergänge mit meinem Hund und meinen Hobbies nachgehen wie u.a. Harmonika spielen oder Malen.
    In diesem Sinne wünsche ich allen Pioneers ein gutes und erfolgreiches Jahr 2026
    Barbara

    1. Theresia Kortenbusch

      Guten Morgen Barbara, du kannst auch posteo.de als Mailprovider nutzen. Seit Jahren bekomme ich fast nie Spam-Nachrichten auf diesem Account. Kostet 1 Euro pro Monat. Und ist werbefrei.

  2. Ich freue mich über diese Initiative !
    Seit Jahren lese ich den Newsletter von Digitalcourage (https://digitalcourage.de/). Auf der site gibt es gute Informationen zur “Digitalen Selbstverteidigung” u. A. mit einem “AdventsKalender” wo in 24 übersichtlichen Kapiteln und (für die meisten Laien) in einer verständlichen Sprache aufgezeigt wird, wie man alternative Plattformen einrichtet und sein Handy und seinen Computer “befreit” von big tec. Ich bewundere den ihre Arbeit und kann sie nur empfehlen !

  3. Hallo Ihr lieben Pioneers,
    schön, dass Ihr so prompt dem Aufruf von Marc-Uwe folgt! Da ich mich WA und anderen Socialmedia Plattformen komplett verweigere, war mir das Folgen bei Euch doch eher suspekt, da ich das Tracken beim Aufruf von Themen spüren konnte. Mehrfach wollte ich Euch auch diesbezüglich anschreiben, dies haben offensichtlich andere schon getan. Danke für Euer Mitdenken und viel Erfolg für 2026, das ist einer der ersten Lichtblicke für 2026 🙂
    Jürgen

  4. Hallo und vielen Dank für diese wichtigen Impulse !
    Ich habe gerade zu posteo gewechselt, das war ganz einfach. Nun überlege ich beim nächsten fälligen Handy ein fairphone zu nehmen, habe schon Testberichte gelesen. Gibt es hier Leute, die Erfahrung damit haben ?
    Es wird noch mehr verändert, ein Schritt nach dem anderen.
    Herzliche Grüße und ein Jahr voller Abenteuer wünsche ich Euch,
    Dagmar

    1. Ja, fairphone ist super! Ich habe mit fp2 gestartet, habe seit ein paar Jahren fp3 – beide mit dem entgoogelten Betriebssystem lineage – und liebäugle jetzt mit dem aktuellen fp6. Das gibt es auch entgoogelt vorinstalliert (ich glaube, das Betriebssystem heißt e). In Wien (und ich gehe davon aus auch anderswo) gibt’s eine fairphone Gemeinschaft, die sich manchmal trifft bzw fairphone Angels, die bei technischen Problemen helfen.

    1. Sicherheit ist ein gutes Stichwort!
      Insbesondere aus Gründen der IT-Sicherheit ist die Abhängigkeit von Big-Tech-Konzernen sehr gefährlich.
      Die meisten Sicherheitslücken in Software werden von unabhängigen, unbezahlten “guten” Hacker:innen aus Idealismus aufgedeckt. Das geht natürlich leichter, wenn der Code “Open Source”, also offen einsehbar ist. Weil Konzerne sich nicht gerne in ihren Code blicken lassen, kommt es bei kommerziellen Plattformen viel öfter vor, dass “böse” Hacker:innen einbrechen und persönliche Daten stehlen.
      Zudem: Konzerne sammeln immens viele Daten über uns. Unabhängige Open Source Software ohne kommerzielles Interesse speichert und verarbeitet nur so viele Daten wie nötig – im Falle einer Sicherheitslücke gibt es also nicht viel Daten zu stehlen.
      WhatsApp ist Ende-zu-Ende verschlüsselt – zumindest sagt das der Facebook-Konzern. Ob es wirklich keine Hintertüren gibt, kann ich nicht wissen, da der Code nicht öffentlich ist. Bei Signal kann ich darauf vertrauen, weil das von jeder technisch versierten Person überprüft werden kann.
      Aus diesem Grund nutzen viele deutsche Behörden und das Schweizer Milität auch Threema für die Kommunikation statt Microsoft Teams.

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