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Beziehungen sind politisch
Was Gesellschaft und Politik von gelebter Gemeinschaft lernen können
Webinar in der Reihe „Geld & Verantwortung”
mit Wolfgang Sechser und Susanne Socher | Moderation: Martin Kirchner
Unsere Gesellschaft erlebt eine tiefe Krise des Miteinanders: Polarisierung, Vertrauensverlust, überforderte Institutionen und immer mehr Menschen, die sich nicht mehr gehört fühlen. Oft sprechen wir dann über politische Strukturen, Programme und Lösungen. Doch darunter liegt eine noch grundlegendere Frage: Wie begegnen wir einander, wenn Unterschiedlichkeit, Spannung und Konflikt auftauchen?
Gemeinschaftsprojekte wie Schloss Tempelhof sind keine konfliktfreien Orte. Im Gegenteil: Wo Menschen über Jahre hinweg gemeinsam leben, arbeiten, entscheiden, scheitern und wieder aufeinander zugehen, werden die großen Fragen unserer Zeit im Kleinen konkret.
Dort zeigt sich, was auch gesellschaftlich auf dem Spiel steht: Ob Konflikte zu Spaltung führen – oder zu Klärung. Ob Beteiligung nur ein Anspruch bleibt – oder in tragfähigen Entscheidungsstrukturen gelebt wird. Ob Menschen einander wirklich zuhören – oder nur darauf warten, selbst wieder dran zu sein. Und ob Begegnung möglich bleibt, wenn es nicht harmonisch, sondern anspruchsvoll wird.
In diesem Webinar spricht Martin Kirchner mit Wolfgang Sechser und Susanne Socher darüber, was Gesellschaft und Politik von 15 Jahren gelebter Gemeinschaftspraxis lernen können. Es geht um Konfliktklärung, Entscheidungsprozesse, Zuhörkultur und die Frage, wie aus echter Begegnung wieder Vertrauen und Verantwortung entstehen können.
Besonders relevant ist der Abend für Menschen, die Zusammenarbeit, Beteiligung und Entscheidungsprozesse gestalten – in Initiativen, Organisationen, Kommunen, Unternehmen oder gesellschaftlichen Bewegungen.
Für Menschen, die spüren: Die Zukunft unserer Demokratie entscheidet sich nicht nur an den großen politischen Fragen – sondern auch daran, wie wir miteinander umgehen, während wir sie verhandeln.
An diesem Abend erkunden wir:
- warum Beziehungen nicht nur privat sind, sondern demokratische Kultur prägen
- was Gemeinschaftsprojekte wie Schloss Tempelhof über Konfliktklärung, Beteiligung und Entscheidungsstrukturen gelernt haben
- wie Zuhören und Begegnung konkret werden, wenn Unterschiedlichkeit, Spannung und Verantwortung im Raum sind
- was du daraus für eigene Gruppen, Organisationen, Initiativen oder kommunale Zusammenhänge mitnehmen kannst
- wie das Symposium „Alles ist Beziehung!“ diese Fragen vom 1. bis 4. Oktober 2026 in Schloss Tempelhof vertieft
Das Webinar gibt zugleich einen Einblick in das Symposium „Alles ist Beziehung!“, das vom 1. bis 4. Oktober 2026 in der Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof stattfindet – aus Anlass des Tags der Deutschen Einheit, der Langen Nacht der Demokratie und des 15-jährigen Bestehens der Gemeinschaft Schloss Tempelhof.
Schloss Tempelhof ist für Pioneers of Change auch an anderer Stelle ein wichtiger Erfahrungsort: Unser Sommer.Campus findet im Sommer ebenfalls im Ökodorf Tempelhof statt.
Und Wolfgang Sechser wird mit seiner Erfahrung rund um Gemeinschaft, Verantwortung und Eigentum auch beim neuen Pioneers-Angebot Geld.Macht.Wandel eine prägende Rolle spielen.
Wenn dich diese Fragen also tiefer beschäftigen: Im August 2026 öffnen wir bei Pioneers of Change einen kleinen, vertraulichen Kreis; ein Wochenende für Menschen mit Vermögen in den Ammergauer Alpen. Mit Martin Kirchner, Sylvia Brenzel, Helene Weber-Köpf & Wolfgang Sechser.
Anmeldung zum Webinar „Beziehungen sind politisch“
Montag, 8. Juni – 19:00-20:15 Uhr
IM GESPRÄCH SIND
Wolfgang Sechser
Impulsgeber
Wolfgang Sechser ist Mitbegründer der Gemeinschaft Schloss Tempelhof und der Werkstatt für Gemeinschaftsbildung. Als Unternehmer, Philosoph und Prozessbegleiter bringt er langjährige Erfahrung in Gemeinschaftsbildung, Entscheidungsprozessen und der Begleitung von Gruppen mit. Zudem ist er Stiftungsratsvorsitzender der grund-stiftung, die sich für den Freikauf von Grund und Boden einsetzt.
Website: lebensschule.life
Martin hat Wolfgang Sechser bereits 2024 für den Pioneers of Change Online Summit interviewt. Im Gespräch tauchen sie tiefer in das Gemeinschaftsprojekt Schloss Tempelhof ein. Wolfgang zeichnet es als Beispiel für eine gelungene Utopie, die auf gemeinschaftliche Beziehungen, die Umarmung von Polaritäten und innere Arbeit baut. Das ganze Interview kannst du dir hier ansehen:
Susanne Socher
Impulsgeberin
Susanne Socher ist Diplom-Politikwissenschaftlerin, Mediatorin und Prozessbegleiterin. Sie lebt in der Gemeinschaft Schloss Tempelhof und begleitet Beteiligungs- und Gruppenprozesse mit einem besonderen Gespür für Dynamiken, Konflikte und echte Begegnung. Ihr Herz schlägt für den WIR-Prozess und die Frage, wie tragfähiges Miteinander konkret entstehen kann.
Martin Kirchner
Host
Vater von drei Kindern, in glücklicher Beziehung seit über 30 Jahren, Gründer von Pioneers of Change (gemeinnützige Bildungsinitiative mit über 40.000 Teilnehmenden); Initiator und Mitgestalter des Cohousing-Projekts Pomali (30 Familien, Bauvolumen 6 Mio. €); über 15 Jahre Erfahrung in der Leitung von Jahrestrainings, Online-Kursen, Kongressen und Seminaren; langjährige Coaching- und Mentoringarbeit mit Hunderten Menschen; Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation (Trainer) und systemischem Coaching; engagiert für eine tiefgreifende gesellschaftliche Transformation an der Schnittstelle von Persönlichkeitsentwicklung, Kulturwandel und Nachhaltigkeit.