Gefühle im Umbruch
Warum wir heute einen neuen Umgang mit Wut, Angst und Traurigkeit brauchen
Kostenfreies Webinar mit Kewin Comploi-Taupe
Die Welt ist in Bewegung – und mit ihr unsere Gefühle. Viele merken: Das eigene Nervenkostüm wird dünner. Wir ziehen uns oft innerlich zurück oder reagieren schneller gereizt – im Alltag, in Beziehungen und auch in politischen Debatten.
Gerade in solch spannungsgeladenen Zeiten zeigt sich: Als Gesellschaft haben wir erstaunlich wenig gelernt, mit starken Gefühlen gut umzugehen. Dabei liegt genau darin eine zentrale Ressource: inmitten von Umbruch nicht nur zu funktionieren, sondern lebendig, klar und verbunden zu bleiben – mit uns selbst, mit anderen und mit dem, was uns wichtig ist.
Denn gerade die unbequemen Gefühle haben oft wenig Platz. Viele von uns sind mit einer alten Geschichte über sie aufgewachsen:
Wut? Zu laut, gefährlich, zerstörerisch.
Angst? Macht schwach, lähmt, ist peinlich.
Traurigkeit? Zu empfindlich – schnell ist man „Mimose“ oder „Opfer“.
Viele von uns haben solche oder ähnliche Botschaften tief verinnerlicht. Also lernen wir, Gefühle zu zähmen, runterzuschlucken, wegzuerklären, den Verstand an erste Stelle zu setzen – und zu funktionieren.
Das hat einen Preis.
Wenn wir diese unangenehmen Gefühle dauerhaft wegdrücken, dämpfen wir damit oft auch unsere Fähigkeit, Freude, Nähe und Lebendigkeit wirklich zu spüren.
Und: Gefühle, die keinen guten Platz bekommen, verschwinden nicht einfach. Sie zeigen sich auf anderen Wegen: als Gereiztheit, Rückzug, innere Taubheit, plötzlicher Ausbruch, ständiges Funktionieren, Ablenkung, Betäubung oder Suchtmuster, von denen wir längst wissen, dass sie uns nicht guttun.
Das alles betrifft nicht nur unser Privatleben. Gerade in Zeiten großer Umbrüche wird unser Umgang mit Gefühlen auch gesellschaftlich relevant. Denn wer mit Angst, Wut und Ohnmacht wenig bewusst umgehen kann, ist anfälliger für Polarisierung, Schuldzuweisungen und einfache Feindbilder.
Emotionale Kompetenz ist deshalb keine private Zusatzfähigkeit. Sie ist eine kulturelle und demokratische Ressource.
„Emotionsregulierung ist die zentrale Fähigkeit unserer Zeit.“
Ali Mahlodji beim Summit-Interview 2026
Zeit für einen Gefühls-Tanzkurs
Was wir brauchen, ist ein Zugang, der weder im Unterdrücken noch im Ausagieren stecken bleibt. Ein Weg, Gefühle nicht länger wegzusperren oder ungebremst rauszulassen – sondern sie als Kräfte kennenzulernen, mit denen wir arbeiten können.
Damit Wut nicht zerstören muss, sondern Klarheit bringt. Damit Angst nicht lähmt, sondern Wachheit ermöglicht. Damit Traurigkeit nicht isoliert, sondern Verbindung öffnet.
In diesem kostenlosen Webinar bekommst du einfache, klare Unterscheidungen, die dir helfen, diese Gefühle anders zu verstehen: nicht als Störung, sondern als wichtige Kräfte, mit denen du in Kontakt kommen kannst.
Was dich erwartet
- Wut, Angst und Traurigkeit neu verstehen – als innere Signale und Kräfte, nicht als etwas, das einfach „weg“ muss.
- Vom Wegdrücken zur Lebendigkeit – warum unterdrückte Gefühle Energie binden und auch Freude, Nähe und Lebenskraft dämpfen können.
- Emotionale Kompetenz in bewegten Zeiten – warum unser Umgang mit Gefühlen für Beziehungen, Kultur und Demokratie relevant ist.
- Eine Mini-Praxis live – eine kleine Übung, um mit Wut bewusster in Kontakt zu kommen. Freiwillig, einfach und ohne Vorerfahrung.
Du brauchst keine Vorerfahrung und musst nichts mit der Gruppe teilen. Ein paar Minuten ungestörter Raum und die Bereitschaft, neugierig hinzuspüren, reichen.
Das Webinar steht für sich – und ist zugleich der Auftakt zu einer kleinen Reihe rund um Gefühle, Bewegung und gelebte emotionale Kompetenz.
Wer danach tiefer eintauchen möchte, kann am 28.5. im Workshop „Gefühle in Bewegung“ mit Musik und Körper weiterforschen – und tatsächlich mit den eigenen Gefühlen tanzen.
Weitere Praxisworkshops zu Angst & Wut sind in Planung.
Komm dazu, wenn du aus alten Geschichten über Wut, Angst und Traurigkeit aussteigen und einen lebendigeren Umgang mit deinen Gefühlen lernen möchtest.
Anmeldung zum Webinar „Gefühle im Umbruch“
Freitag, 22. Mai – 18:00-19:30 Uhr
DAS WEBINAR WIRD GELEITET VON
Kewin Comploi-Taupe
Warum brenne ich für das Thema Gefühlsarbeit?
Weil Gefühle für mich kein Problem sind, sondern ein Navigationsinstrument. Wenn wir Angst, Wut oder Traurigkeit missverstehen, werden sie schnell lähmend oder zerstörerisch. Wenn wir sie aber halten und nutzen können, werden sie zu Energie, Klarheit und Mut – und ermöglichen uns ein lebendigeres Da-Sein in einer Welt im Umbruch.
Was ist meine eigene Geschichte?
Ich kenne Überlebensmuster von innen: vermeiden, kontrollieren, funktionieren – und dabei Stück für Stück Lebendigkeit verlieren. Ich habe erlebt, wie Angst mich klein hält und wie unterdrückte Wut irgendwann explodiert oder nach innen kippt. Mein Weg war, wieder in echten Kontakt mit mir zu kommen – und zu lernen, mit meinen Gefühlen nicht zu kämpfen, sondern mit ihnen zu tanzen.
Weil ich es im Training immer wieder sehe: Menschen erkennen ihre Muster, bekommen Mut, probieren Neues aus, scheitern, lachen, stehen wieder auf – und wachsen Schritt für Schritt in eine neue Haltung hinein. Die Gruppe wird dabei Spiegel, Reibung und Inspiration zugleich. Und plötzlich geht es nicht mehr ums „Reparieren”, sondern um Freiheit: Fuck yeah – das ist mein Leben!