Wenn Mauersegler aus Verzweiflung springen

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Ein Herz, das zerbricht, kann die ganze Welt aufnehmen.

Diese Nachrichten gehen mir nicht mehr aus dem Kopf:

Mauersegler-Jungen, die sich vor lauter Hitze aus ihren Nestern unter Wiens Dächern stürzen. Und am Boden sterben, weil sie noch nicht fliegen können. 2.000 Hitzetote in Frankreich im  Juni – und noch viel mehr in anderen Ländern. Schlagzeilen, ja. Aber keine Frage nach den Ursachen. Kein kollektiver Aufschrei.

Die Hitze – ein Naturereignis, das nichts mit uns zu tun hat?! Wut und Empörung steigen in mir auf …

Szenenwechsel: Ich sitze mit über 250 Frauen* im Webinar „Führen für das Leben”. Zwei Stunden voller großer Themen: die Erschöpfung vieler Frauen*, die Ratlosigkeit angesichts patriarchaler Dominanz. Und ein Satz, der immer wiederkehrt: ich trau mir das eigentlich nicht zu. So viele, die ihre Gestaltungskraft nicht leben, weil sie sich selbst klein machen.

All das kenne ich auch von mir selbst. Die Erschöpfung. Die Selbstzweifel.

Was hat das alles miteinander zu tun?

Unser aller Leben auf diesem Planeten ist gefährdet. Es braucht uns alle, die jetzt für das Leben einstehen – Männer, Frauen, alle Geschlechtsidentitäten. Doch unsere patriarchale Prägung kommt uns dabei in die Quere. Wie?

Carol Gilligan und Naomi Snider beschreiben in „Why Does Patriarchy Persist?”, wie Mädchen ihre innere Wahrheit aufgeben, um dazuzugehören – und sich zurückhalten. Burschen wiederum geben ihre Fürsorglichkeit und ihre Gefühle auf, um „richtige Männer”  zu sein. 

Wie holen wir uns unsere innere Wahrheit, Fürsorglichkeit, unsere Gefühle zurück – und setzen sie für das Leben ein? Wie geht „Führen für das Leben”? Diese Fragen bewege ich in meinem neuen Blog-Artikel. Weil es so viel ist, gibt’s ihn in zwei Portionen 😉.

👉 Zum Blog-Artikel

Und wenn du merkst: Das will ich nicht nur lesen, das will ich üben – dafür gibt es Women Re.Member. Ein halbes Jahr unter Frauen* –  ein gemeinsamer Weg zurück zur eigenen Wahrheit. Zu Körper, Gefühl und Führungskraft. 👉  Mehr zu Women Re.Member

Eine gute Sommerwoche – möge sie dich mit einer Fülle an Lebendigkeit beschenken und von übermäßiger Hitze verschonen.

Von Herzen, Hemma – für das Team von Pioneers of Change

P.S. Wenn du als Frau* spürst, dass dich das Thema bewegt, komm am 1. Juli zu unserem kostenfreien Webinar „Führen für das Leben”. 👉 Hier anmelden

Highlight
Blog - Spirale aus Steinen auf brauner Erde.

Blog-Artikel: Zyklisches Führen – ein Ausweg aus der Wachstums-Illusion

Hemma Büchele beschreibt, wie Führen jenseits des Paradigmas von „schneller, höher, weiter” aussehen könnte.

Tipps

Tune.In: Wer willst du sein? Camp für 18-27-Jährige

Ein gefördertes Camp für junge Erwachsene, die sich fragen, was sie wirklich wollen – jenseits von Erwartungen, Leistungsdruck und vorgegebenen Wegen.
Gern an junge Leute weiterleiten!

Von 30. Juli bis 2. August, Yspertal (Niederösterreich)

Sommer.Campus: Durch Kunst & Körper Prozesse bewegen

Im gemeinsamen Community-Dance-Prozess mit Josef Eder wird Bewegung zum Ausdruck dessen, was Worte oft nicht sagen können. Offen für alle mit Lust auf Begegnung und gemeinsames Entdecken.

Von 11.-16. August in der Zukunftswerkstatt Schloss Tempelhof (Baden-Württemberg)

Nimm dein Leben in die Hand!

RISE! ist ein 7-tägiges Training für alle, die über sich hinauswachsen und mutig Verantwortung übernehmen möchten. Es stärkt Selbstvertrauen, Resilienz und die Fähigkeit, wirksam zu handeln.

Von 2.-9. November in Schönsee (Bayern)

Facilitation Training für gesellschaftliche Resilienz

Wie kannst du Gruppen präsent, geerdet und verbindend begleiten – auch in Momenten von Spannung und Unsicherheit? Trauma-informiertes Online-Training ab 8. Juli, in 6 Modulen – u.a. mit Kosha Joubert, Thomas Hübl

» Mehr erfahren

👉 Kostenlos für Migrant:innen oder Menschen aus migrantischen Organisationen » Anmelden

👉 45 € für Personen im Bereich Arbeitsmarktintegration und jene, die Resilience Facilitator werden möchten » Anmelden

Welche Qualitäten von Ältesten braucht unsere Gesellschaft?

Eine co-kreative Forschungswerkstatt erkundet, wie Älteste und jüngere Generationen gemeinsam Zukunft gestalten können

17.–20. September in Mecklenburg-Vorpommern

Good News!

  • Frankreich: Verbot von Werbung für Wegwerfmode  » Artikel
  • Deutschland: 58% des Strombedarfs durch erneuerbare Energien gedeckt  » Artikel
  • Underwater Photographer of the Year » Fotos ansehen
  • Tricks: Wie sich Tiere und Pflanzen vor Hitze schützen » Artikel
  • Vietnam: Hanoi verbietet ab Juli Mopeds mit Verbrenner-Motoren » Artikel

Studien zeigen: Negative Nachrichten bleiben uns 10 mal stärker im Gedächtnis als positive. Unsere Good News tragen zu Balance bei.

Aktuelle Gelegenheiten

» Tune.In Wochend-Camp für junge Menschen im Yspertal, Niederösterreich (30. Juli – 2. August)

» Sommer.Campus auf Schloss Tempelhof, Baden-Württemberg (11.-16. August)

» Online-Workshop: Was in Gruppen wirkt (10. September)

» Women Re.Member (Start: 24. September)

» Body.Wise Seminar im Yspertal, Niederösterreich (24.-27. September)

» Infoabend Hosting für Kulturwandel (29. September)

» Hosting für Kulturwandel Online-Weiterbildung zu Art of Hosting (Start: 9. Oktober)

» RISE! Selbstermächtigungs-Training in Bayern (2.-9. November)

» Walk Your Way Wochenend-Seminar in Bayern (12.-15. November)

Wir sind der Boden. Wir sind die Erde. Was wir dem Erdboden antun, das tun wir uns selbst an.

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Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

1 Gedanke zu „Wenn Mauersegler aus Verzweiflung springen“

  1. Also mir geht diese Aufgeregtheit in Österreich zu weit, erstens wird hier viel getan, ja es könnte mehr sein, aber es hängt wohl am Geld und an der Einstellung der Menschen, die zu ändern ist eine Generationenaufgabe.
    Zweitens, schauen wir uns in der Welt um, da passiert das, was die momentanen Machthaber und Kapitalisten wollen, wir haben da Null Einfluss.
    Was das Patriarchat angeht, können die Frauen die Buben erziehen, was gegen den Mainstream schwierig ist, aber solange Frauen Trump oder auch Kickl wählen, sehe ich schwarz.
    Klar, jede Initiative ist mehr als keine,
    Aber reden wir nicht viel, fangen wir an da oder dort beim persönlichen Leben, etwas bewusster zu leben und sparsamer.
    Ich rede da von den vielen täglichen Paketen, von den geforderten 25 Grad im Winter in Wohnungen, von den angeblich zustehenden Flügen ins Ausland, von den zahllosen Getränken in Dosen, von Gärten, die vor allem pflegeleicht sein müssen, von den Parkplätzen, die fast im Geschäft oder in den Wohnungen sein sollen, von der Unlust auf Busse oder Züge zu warten, also grundsätzlich von der Bequemlichkeit.
    Mit freundlichen Grüßen

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