Tu, was du kannst, mit dem was du hast, wo immer du bist.
Theodore Roosevelt
Ich sitze noch im Nachklang unseres Teammeetings da – und bin beeindruckt. An so vielen Ecken und Enden wird gerade intensiv vorbereitet, geschrieben, gestaltet, getüftelt für unseren 10. Online-Summit im März. Es brummt wie in einem Bienenstock, kurz bevor er ausschwärmt.
Dabei fällt mir auf, wie anders das alles einmal begonnen hat.
Als ich den ersten Summit gestartet habe, war Pioneers of Change in einer Krise. Unser Jahrestraining lief schon seit 2010 – und dann, nach sieben Jahren, brach einiges weg. Menschen gingen, Strukturen lösten sich auf. Und ich stand plötzlich ziemlich allein da – ein bisschen Ludwig XIV: Le team, c’est moi – schmerzhaft. Beim Summit waren wieder drei Menschen an meiner Seite. Und doch: Interviews, Verantwortung, das Gesicht nach außen – das lag letztlich bei mir.
Die Idee war damals schlicht: Unsere „Mutmachgespräche” vom Jahrestraining aufzunehmen und online zu stellen. Das fand enorme Resonanz – auch weil Online-Kongresse damals noch kaum bekannt waren. Paradox war nur: Ich ging in die volle Sichtbarkeit, während innerlich so vieles wackelte.
Wie war ich in dieser Sichtbarkeit? Ehrlich gesagt: ziemlich wackelig. Authentisch, ja – aber manchmal auch unbeholfen. Und trotz viel Resonanz kam auch Kritik.
An einen Moment erinnere ich mich besonders: Da hat mich etwas wirklich erwischt. Und genau in diesem Zustand habe ich ein Video aufgenommen – über den Umgang mit Kritik und darüber, wie wir uns in unserer Kultur oft wenig trauen, aus Angst, Fehler zu machen. Ich bekam darauf unglaublich viele Rückmeldungen. Moritz hat das kurze Video wieder ausgegraben – und es berührt auch heute noch einen Nerv.
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Heute merke ich, wie aktuell das geblieben ist. Hand aufs Herz: Wie oft halten wir uns zurück, aus Angst, etwas Falsches zu sagen? Wie oft trauen wir uns nicht, weil wir glauben, erst perfekt sein zu müssen? Ideen bleiben ungesagt. Projekte ungestartet. Verbindungen ungelebt.
Und genau deshalb: Wir müssen nicht warten, bis alles fertig ist – schon gar nicht, bis wir perfekt sind. Wir dürfen anfangen. Uns trauen. Und dranbleiben, auch wenn’s wackelt.
Wenn du selbst anfangen willst: Komm gern in unseren Online-Workshop zur Quellkraft. Oder wage einen großen Sprung mit Lead the Change, unserem Jahrestraining für Pionier:innen des Wandels.
Wenn ich heute zurückschaue, staune ich: Aus einem, der damals ziemlich allein stand, ist ein eingespieltes Team von zehn Menschen geworden. Aus einem unsicheren Experiment ein 10. Summit.
Voller Vorfreude auf dieses Summen und Brummen – und schön, wenn du im März mit dabei bist.
Von Herzen, Martin – für das Team von Pioneers of Change
PS: Dankbar denke ich an die Menschen, die mich beim ersten Summit und seither unterstützt haben. Danke an Martin, Sarah und Paul, die damals mit dabei waren – und an alle, die im Laufe der Jahre dazugekommen sind.
Bald ist es soweit! Der 10. Pioneers of Change Online Summit startet mit einem Auftakt am 12. März. Martin & Hemma sprechen mit Ken Wilber, Otto Scharmer, Anna Gamma, Nora Bateson, David Steindl-Rast und vielen mehr. Mehr Details gibt’s im Newsletter am nächsten Sonntag.
Zum Abspielen wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt.
Datenschutz-InfoZu Beginn des 1. Online-Summits im März 2017 erhielt Martin neben Zuspruch auch starke Kritik – die ihn spürbar mitnahm. In dieser Situation nahm er ein Video-Statement auf: ehrlich darüber, was das in ihm auslöste – und wie die Angst vor Fehlern in unserer Kultur uns davon abhält, ins Tun zu kommen. Das Video traf einen Nerv, führte zu enorm vielen Rückmeldungen – und ist immer noch hochrelevant & sehenswert.
Wir freuen uns über deinen Kommentar dazu.
Moritz
Workshop: Was heißt es, Quelle zu sein?
In dieser Online-Werkstatt am 24. Februar mit Sylvia Brenzel & Alfred Strigl (mittig im Bild) klärst du deine Rolle als Quelle und lernst, wie Ideen kraftvoll und ko-kreativ Gestalt gewinnen. Interaktiv und praxisnah.
Jahrestraining: Wir vergeben Stipendien für junge Menschen
Bis 17. Februar kannst du dich für Lead the Change bewerben. Für Pionier:innen des Wandels unter 30 Jahre vergeben wir Stipendien. Interessiert? Dann melde dich bei uns: info@pioneersofchange.org
Infoabend verpasst? » Hier geht’s zur Aufzeichnung
Leadership der Verbundenheit
In diesem Blogbeitrag teilt Sylvia Brenzel ihre Vision einer Führung, die auf innerer Verbundenheit statt auf Hierarchien beruht – von persönlicher Transformation hin zu gemeinsamer Ko-Kreation.
Co-Counselling lernen
Co-Counselling ist eine einfache und kraftvolle Selbsthilfemethode. Zwei Menschen begegnen sich gleichberechtigt und hören einander abwechselnd zu. Ohne Ratschläge. Ohne Analyse. Women Re.Member Teilnehmerin Isabel Martin bietet eine kostenfreie Einführung am 22. Februar um 17 Uhr sowie einen tiefergehenden Onlinekurs.
Visionen 2026 - dieses Jahr wird alles anders, aber wie?
Entdecke praxisnahe Wege zu einem ökologischen, sinnvollen Leben – mit 26 inspirierenden Interviews u. a. mit David Holmgren, Christian Felber und Heini Staudinger über Permakultur, Gemeinschaft, Nachhaltigkeit und echten Wandel.
Von Realutopien & lebendiger Gesellschaft
Unsere Freund:innen von Reinventing Society öffnen mit ihren neuen Zukunftsinterviews einen Möglichkeitsraum: Pionier:innen blicken aus 2035–2050 zurück und erzählen, wie eine regenerative, gerechte Gesellschaft Wirklichkeit wurde.
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Lass dich durch das Jahr begleiten – mit berührenden Bildern, inspirierenden Zitaten & Impulsen unserer Summit-Speaker:innen.
Good News!
- Wien: Parkplätze werden zu Parks » Artikel
- Rechte der Natur – jetzt auch für Insekten » Artikel (englisch)
- Sanierungs-Vorbild für 50 Millionen Wohnungen in Europa » Artikel
- Homeoffice steigert die Produktivität » Audio
- Deutschlandticket: 560 Millionen Autofahrten weniger » Artikel
Studien zeigen: Negative Nachrichten bleiben uns 10 mal stärker im Gedächtnis als positive. Unsere Good News tragen zu Balance bei.
Aktuelle Gelegenheiten
» Info-Call Regionallabor: Brückenbauen – 19. Februar
» Workshop: Quelle sein als Führungsprinzip (24. Februar)
» Lead the Change: Das Jahrestraining für Pionier.innen des Wandels (Start: 3. März 2026)
» Online Summit „Wurzeln für Morgen“ (13.-25. März)
» Hosting für Kulturwandel Online-Weiterbildung zu Art of Hosting (Start: 20. April)
» Walk Your Way Wochenendseminar in Südtirol (23.-26. April)
» Men.Return komm.pakt (Start: 5. Mai)
» Wandel.Wandern in Österreich (29. Juni – 3. Juli)
» Sommer.Campus (11.-16. August)
» RISE! Selbstermächtigungs-Training in Bayern (2.-9. November)
Ever tried. Ever failed. No matter. Try again. Fail again. Fail better.
Samuel Beckett
“Schon mal versucht? Schon mal gescheitert? Egal. Versuch’s nochmal. Scheitere wieder. Scheitere besser.”
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33 Gedanken zu „Unperfekt. Und genau richtig.“
Da bekomme ich feuchte Augen vor lauter Rührung 😉 Wie wunderbar, dass du dich damals nicht beirren hast lassen und damit etwas entstehen und wachsten konnte, das wir heute mehr denn je brauchen! Respect & Thanks!
Für mich ist es genau so – ich bin jetzt 88 Jahre alt und habe immer für neue Wege in unserer Gesellschaft gearbeitet – aber jetzt wird es immer schwerer für mich, an eine sinnvolle Zukunft zu glauben und mich dafür zu engagieren – wir brauchen uns alle gegenseitig mehr denn jemals!
Alles Gute euch weiter, ihr Pioniere!
Dietrich
Lieber Dietrich,
ich bin 28 und habe meine Arbeit für neue Wege in der Gesellschaft im Vergleich zu Dir quasi gerade erst begonnen.
Ich kann das gut nachvollziehen – und hoffe ganz stark, Du verlierst Deinen Glauben nicht!
Nicht naiv natürlich. Und falsche Erwartungen müssen vielleicht sterben.
Aber auch nicht pessimistisch oder fatalistisch werden.
Wir brauchen uns alle – da stimme ich Dir zu!
Alles Liebe aus Wien! Moritz
Das Statement hat mich wirklich berührt. Vielen Dank für deinen Mut dazu und am weiter dranbleiben. Habe nichts “unperfekt” empfunden. Für mich muss nicht alles “perfekt” sein (das gibt es eh nicht, da jeder seine eigene Vorstellung von perfekt hat). Es geht um die Sache an sich.
“Auch das geringste Schaffen steht höher als das Reden über Geschaffenes.” Friedrich Nitzsche
Gestern war ich auf einem wunderbaren Konzert. Es hat mich neben Text, Musik und Stimme, gerade die Unperfektheit (Das Wort gibt es bestimmt gar nicht, huch ein Fehler), das Stück Musik von Hand gemacht, berührt und erfüllt.
Als ich vor kurzem einen Improtheater Workshop besucht habe, durften wir nach jedem Fehler uns ausgiebig freuen, j Fuchsen, die Hände zur Siegerpose nach oben nehmen und den Platz wechseln, damit sich die Fehler Scham nicht im Körper einnisten konnte. Wenn wir das doch alles schon in der Schule hätten machen dürfen!
Danke lieber Martin, für dein Sosein! Und wir allen gefällt es mir eh ein wenig suspekt 😂😂
Danke für den Hinweis auf das Video im Newsletter, danke für das mutige und authentische Sich-Zeigen in einem Moment der Unsicherheit, und zugleich der im Herzen gefühlten und gelebten Überzeugung vom Sinn des Tuns, in aller auch immer wieder bestehenden Unvollständigkeit und Unperfektheit. Danke für das Teilen Eurer Erfahrungen auf diesem Weg. Ich wünsche Dir und Euch, gemeinsam mit allen Pioneers weiter viel Inspiration, Mut und Zuversicht auf Eurem Weg!
Andreas
Auch mich treffen kritische Aussagen einiger weniger noch immer, vor allem wenn diese angriffig und respektlos sind.
Allerdings lerne ich auch immer besser, mich von diesen Menschen abzugrenzen, wenn sie nur kritisieren, anstatt etwas Positives beitragen zu wollen. Denn genau das wollen diese Menschen gar nicht.
“Aus Fehlern können wir viel über uns selbst lernen.
Außer man gibt lieber anderen die Schuld.
Dann nicht!”
Lieber Martin,
Danke für deinen Mut. Ich persönlich bin wahrscheinlich gerade deshalb bei euch hängen geblieben, weil ich das Gefühl habe, das ist echt. Da geht es nicht um Selbstdarstellung, sondern viel mehr um die Botschaften dahinter.
Ich finde deine Art zu moderieren einfach berührend und sympathisch.
Alles Liebe, Maria
Fehler sind Helfer
F E H L E R
H E L F E R
so gut, zu machen, auszuprobieren, Fehler zu machen, die keine sind in Unsicherheit und
im Vertrauen
Danke
Ich erwische mich selbst leider auch immer mal wieder, wie ich auf Fehler anderer viel mehr Augenmerk lege als auf das Positive. Dasselbe natürlich auch mit mir selber. Der Selbstkritiker in mir verhindert dann, dass ich mutig bin, mich oute und meine Schwächen nicht so wichtig nehme.
Das Video ist eine Ermunterung für mich dies zu ändern. Danke.
Lieber Martin, liebes und hochgeschätztes Summit- Team
….als mein jüngerer Bruder im März 2022 starb, fand ich – tief trauernd,verzweifelt und verletzlich – in Eurem online summit einen tröstlichen Raum gelebter Menschlichkeit und profunder Professionalität…..und bekam “obendrauf” Zuversicht und neue Perspektiven geschenkt….am besten abgeholt & eingestimmt fühlte und fühle ich mich von den Tagesvideos von Hemma und Martin – die sind für mich das liebenswerteste “Markenzeichen” Eurer Veranstaltung….Euer “Echt Sein” – auch im Umgang mit Kritik und dem Schmerz – ist mir ein wichtiges Vorbild…..da fühl ich mich verbunden, weil ich Schmerz nur zu gut kenne und auch zulassen kann……..Danke von ganzem Herzen für Euer Engagement!!!!!
Freu mich schon drauf, heuer wieder mit dabei zu sein !!! Danke !!!!
Von ganzem Herzen,
Dagmar
Lieber Martin,
danke dafür, dass du dich mit all dem zeigst!
Ich fühle mich dadurch inspiriert und ermutigt, weiter zu machen. Oder überhaupt erst anzufangen. Mit allem, was aus meiner Herzenssehnsucht spricht und ins Leben kommen will. Mit allem, was ich aus Zweifeln und diesem Gefühl von “nicht genug sein” habe liegenlassen. “Wen interessiert das schon?”, oder “Mit Person XY kannst du da doch überhaupt nicht mithalten!” sind so Stopper-Gedanken.
Ich möchte “Perfektion” umdenken und habe einen ersten Ansatz, den ich teilen mag.
Perfektion wird beschrieben als etwas, das nicht weiter verbessert werden kann. Und ich glaube, das ist der Haken. Ich denke oft, dass es ja noch besser geht, weil andere es vermeinlicht besser können, erfolgreicher sind. Dabei ist das, was ich zu bieten habe, das BESTE, was ICH habe. Und das hat niemand sonst, es ist einzigartig. Und darum unvergleichlich. JETZT ist der einzige Zeitpunkt, an dem ich etwas tun oder sein kann. Also berufe ich mich auf all das und sage: “Das ist jetzt das Beste, was ich bieten, tun, sein kann. Schlussfolgerung: Also ist es perfekt.”
Ich schließe mit einem Zitat von Alf: “Etwas nicht tun zu können, ist kein Grund, es nicht zu tun.”
Liebe und herzliche Grüße an Martin und alle, die das lesen.
Danke, dass ihr Teil dieser Gemeinschaft seid!
Ron
Danke für das Video! Dazu fällt mir dieser Spruch ein:
“When too perfect, lieber Gott böse.”
Nam June Paik,
US-amerikanischer Pionier der Videokunst
Das Gegenteil klingt vielleicht so:
„When not perfect, lieber Gott lächelt.“
Martin Wendte, ev. Pfarrer in Ludwigsburg
Mich regt das sehr an, über technische Perfektion und lebendiges Menschsein nachzudenken.
Lieber Martin,
du warst mir schon immer ein Vorbild für ein beherztes Voranschreiten. Ich erinnere mich noch an das erste Interview, das ich mit dir vor vielen Jahren gesehen habe. Ich habe bei mir gedacht: Nah, gelernt hat er das nicht, gleichzeitig: wow!, der traut sich was – nicht perfekt, aber so liebevoll. Und dieses liebevolle, neugierige, engagierte, das so sichtbar und spürbar war, das hat mich dranbleiben lassen am hinhören. Du hast schon immer die Gabe gehabt, deine InterviewpartnerInnen ins Zentrum zu stellen und mit deinen achtsamen, umsichtigen Fragen in die Tiefe zu locken. Das ist so kostbar. Das gilt für Hemma übrigens genauso!
Herzliche Grüße Martina
Danke für das teilen deiner Gedanken Ron. Ich kenne dieses mich selbst ausbremsen und an meinen eigenen Perfektionsansrüchen zu scheitern zu gut. Ich lerne und übe, mich selbst in all meiner Fülle an Erfahrung, Wissen und all dem was ich (noch) nicht kann und weiß anzuerkennen und wert zu schätzen.
Der erste Schritt braucht Mut – aber der entsteht, weil die Sehnsucht in mir aktiv zu werden und mich zu zeigen schon größer ist als die Angst zu scheitern
Lieber Martin,
deine Ermunterung “Unperfekt. Und genau richtig” => einfach los, machen! ist so so aktuell und wichtig!! Braucht es doch möglichst jede*n von uns für die überfällige sozial-ökologische Wende, ein gutes Leben für alle in gesunder Natur. Und je kraftvoller, mutiger, neugieriger, fehlerfreudiger, resilienter wir uns eingeben, eigene Ideen und Projekte anpacken und umsetzen, andere motivieren und anstiften, desto stärker wird das gemeinsame Handeln für den Erhalt unserer Lebensgrundlagen, für Zukunftsfähigkeit.
Also “Hinfallen, aufstehen, Krönchen richten, weitergehen!” :))
Danke, lieber Martin, für Deinen Mut!
Sich mit seinen Themen zu zeigen, zeigt Dich (und damit mich und Dich und Dich und Dich…also uns alle) im Spiegel dessen, was wir wirklich sind: ohne Rolle, ohne Perfektion, ursprünglich, natürlich verbunden
einfach im SEIN!
Wie wunderbar. Davon braucht die Welt mehr.
Danke Martin, dass Du Dich in dem Video so ehrlich gezeigt hast. Mir fällt es auf der Arbeit gerade echt schwer mich neue Dinge zu trauen, da Fehler sofort angeprangert werden.
Hat mir total gut getan zu sehen, dass auch jemand, der den Mut hat so einen tollen Onlinesummit zu moderieren, sich manchmal von Kritik verletzt fühlt.
Dann kann ich mir das auch zugestehen.
Ich habe mir jetzt vorgenommen nach oben Feedback zu geben, dass ich mir einen konstruktiveren Umgang mit Unperfektheit wünsche, der auch Raum für Lernen und Ausprobieren ermöglicht.
Liebe Julia,
ganz viel Kraft bei diesem Vorhaben!
Dein Bedürfnis nach einem wohlwollenden, wertschätzenden Umgang und Deine psychische Gesundheit sollte Grund genug sein. Aber da das in kapitalistischen Systemen meist nicht reicht als Begründung, hast Du auch alle Logik von Ökonomie und Effizienz auf Deiner Seite – unkonstruktiver Umgang mit Fehlern bremst jede Innovation und Freude an Arbeit und hemmt die Produktivität.
Mein schneller Impuls wäre, dass keine Arbeitgeber:in Dich verdient hat, wenn sie so mit Mitarbeitenden umgeht – aber weißt natürlich auch nicht, ob es nicht wichtig ist, dass Du dort bleibst.
Ich hab letztes Jahr das Lead the Change-Training bei Pioneers of Change gemacht, wo es viel darum ging, für seine Grenzen und Klarheit einzustehen – insbesondere auch im Arbeitkontext. Mag ich als Empfehlung zur Vertiefung in einem sicheren Raum mit dazulegen 🙂
Alles Liebe! Moritz
Ich bin berührt, spüre Verbindung und bin dankbar für die Aufnahme deiner Gedanken & Gefühle Martin. So zutiefst menschlich…und ich nehme mir für mich vor, mich auch mehr zu zeigen in meinem Sein und wünsche mir dies für uns alle. Das bedeutet für mich mutig sein.
Für mich steckt darin Verbindung: Verbindung zu mir, Verbindung zu dem was ist, Verbindung zu meinem Umfeld. Das “Fassade aufbauen & halten”, “Fehler verstecken”, “Fassung wahren” und über das “was ist” hinweg zu gehen, taugt nicht mehr. Ganz im Gegenteil, für mich verhindert es den nächsten Schritt in das was werden will, kann und soll.
Lieber Martin,
schon lange möchte ich Dir sagen, wie sehr Du mich mit Deinem so wohltuend echtem, fühlenden, lauschenden, staunenden Sein inspirierst, mir Mut machst und mir ein wichtiges Vorbild bist! Ich Danke Dir von ganzem Herzen für Dein engagiertes, heilsames Wirken, für Deine kraftvollen Impulse und vor allem auch dafür, daß Du Deinen Weg – trotz manch holpriger Pfade und manchmal auch rauhem Gegenwind – unbeirrt mit ganzem Herzen gehst (uns voran, für und mit uns…).
Mir fällt grad im Moment zum Thema „Perfekt sein wollen“ diese japanische Kunst des Kintsugi ein, wo zerbrochenes Geschirr an den Bruchstellen vergoldet wird. Statt den „Fehler“ zu verbergen, wird dieses Missgeschick geradezu gefeiert: Er hat dem Gegenstand dazu verholfen wertvoller zu werden – ein unverwechselbares Unikat zu sein…
Lieber Martin, dieser alte irische Reisesegen möge Dich auf all Deinen Wegen gut begleiten. Wie schön, dass es Dich gibt!!
May the road rise to meet you.
May the wind be always at your back.
May the sun shine warm upon your face,
The rains fall soft upon your fields
And until we meet again, may God hold you
In the palm of His hand.
Freu mich schon sehr auf den kommenden Summit!
Alles Liebe,
Friederike
Danke Martin,
dass du das damals einfach gemacht hast und dir treu geblieben bist, obwohl du da ja noch nicht wusstest, was aus diesem Mut alles entstehen wird. Bin dir sehr dankbar und mag deine authentische Art sehr. Danke auch fürs Teilen hier. Das macht Mut. Dem Herzen folgen, machen, jetzt! Wow.
Habe von einer Kollegin diese Tage ein Zitat bekommen, was mir in diesem Zusammenhang einfällt. Es geht mehr um Anpassungsleistung, aber vielleicht ist der Perfektionismus auch eine Art Anpassungsleistung, wenn wir meinen uns erst dann zeigen zu dürfen, wenn wir perfekt sind (also nie):
Horst Eberhard Richter schreibt 1995 (S. 7) in seinem Buch „Bedenken gegen Anpasung – Psychoanalyse und Politik“: „Es gibt eine kreisförmige Wechselbeziehung zwischen Machen und Erkennen. Wenn man nicht macht, was man als notwendig, wenn auch mit persönlichen Unannehmlichkeiten behaftet, erkannt hat, dann kann man irgendwann auch nicht mehr erkennen, was zu machen ist. Wer Anpassungszwängen taktisch nachgibt, wohl wissend, daß er ihnen mit vertretbarem Risiko widerstehen könnte und auch sollte, wird nach und nach die Unzumutbarkeit von Anpassungsforderungen gar nicht mehr wahrnehmen, das heißt die eigene Gefügigkeit auch nicht mehr als Fluchtreaktion durchschauen. Alles erscheint normal: die Verhältnisse, denen er sich ergibt, und der Verzicht auf Gegenwehr, den er eben gar nicht mehr als Verzicht erlebt.“
Für mich psychologisch und auch politisch sehr spannender Aspekt. (Wollte irgendie gerade geteilt werden 🙂
Herzensgruß Ursula
Yeiiiii 😎 ich mach das genauso und danke dass du es einfach machst!
einfach super 😃 😃😍😍👍
Lieber Martin,
wie mutig, ohne Vorbild und ohne Sicherheit und TROTZ unangenehmer Kritik, dranzubleiben, weiterhin an dich selbst und dein Projekt zu glauben und weiterzumachen – was für ein Glück für uns alle, die im Pioneers-Feld so viel Inspiration und Nahrung finden, sich entfalten und entwickeln können. DANKE, für mich ist es lebensverändernd. DANKE dafür!
Perfekt unperfekt, das macht dich so nahbar! Weiter so, Martin!
Herzlichst, Carola
Lieber Martin,
Danke Dir für deine Authentizität und den Mut dich zu zeigen und sogar über dein eigenes nicht-perfekt-sein zu lachen. Ich bin sehr berührt.
Ich war auch eine, die vor 10 Jahren etwas genervt war von Martins Unbeholfenheit. Heute erkenne ich, dass ich unter meiner Überheblichkeit meine eigene Unbeholfenheit versteckt habe. Ja, der Anfang war vielleicht wackelig, aber wie wunderbar, was daraus gewachsen ist – ein florierendes Netzwerk voller Authentizität und Verbindung. Ich bewundere Dich, Martin für deinen Weg und bin sehr dankbar, wieviel ich davon lernen und mich immer wieder inspirieren lassen darf. Danke.
Hallo Marlene, wie wunderbar, dass Du Deine Erkenntnis und Deinen Wandel teilst! Wie wichtig, dass Du damals und jetzt Deinen Mut gezeigt hast! Alles, was wir tun ist wirksam!
Lieber Martin,
Danke für diese wesentliche Geschichte von Dir und den Pioneers. Auch mich hat dies Video zu Weinen gebracht. Es ist so wesentlich!So bedeutsam, ob ich etwas tue, oder nicht! Ich bin wirklich tief berührt, von dem, was sich hier zeigt. Ich habe ein Gefühl von “Ganzheit”. Das ganze Bild zeigt sich. Alles darf sein. Ich bin Teil des Ganzen.
Ich möchte oft selber “mehr machen” und bin oft selber mein größter Kritiker.
Lieber Martin,
dein Video und deine so authentische Art zu sein berührt mich sehr. So viel Mut dich verletzbar zu zeigen und einfach weitermachen. Weitermachen weil Du einen Unterschied machst. Und die Pioneers einen Unterschied machen.
Nach einer Retraumatisierung, die mich sehr von den Füßen geholt hat, hat es Therapien und viel innere Arbeit bei mir gegeben.
Und im Außen gab es die Pioneers, jeder Summit für mich die Gewissheit, das ein Weitermachen lohnt.
Auch im Wandel, und in der ganz persönlichen Genesung. Mit euch und gerade mit eurem Menschsein habe ich mein Menschsein wiederfinden können.
Danke.
Servus, i hob ma des Video a grod ogschaugt und i konn dazua nur song: Sehr sympathisch, sehr liebenswert und außerdem is genau a so wia du sogst, Martin: wenn ma imma wartn bis ois perfekt is, bring ma nix weida
In dem Sinn: guads Gelingen für den 10. Summit und vui Freid dabei!
Mensch sein, bäm, unperfekt, verdatscht, verletzlich, authentisch. mehr menschen bitte.
Ich bin seit 2020 bei den summits dabei und schätze seit Beginn die authentische, menschliche, lebendige Art von dir, lieber Martin, und deinen Kolleginnen und Kollegen.
Würde da ein perfekter Interviewer (Den es ja gar nicht gibt, aber so ein Typ der sich eine Masche angeeignet hat, einen Stil trainiert hat, eine Performance abliefert …oder wie immer wir sagen wollen) sitzen, dann würde ich nach 5 Minuten spätestens auf nimmer Wiedersehen abdrehen. Danke für das lebendige Menschsein! Es ist eine Ermutigung für uns alle.
Das ist gerade jetzt, in Zeiten von KI, ein großes und wichtiges Thema!!!
Herzliche Grüße, Renate