Eine jubelende Gruppe von Menschen laufen und springen auf einer grünen Wiese

Niemand muss alles alleine tragen – wir sind viele

Der Pioneers of Change-Newsletter vom 11. Januar 2026: abonnieren und jeden Sonntag in dein E-Mail-Postfach bekommen!

Was wäre, wenn die Welt den Atem anhält – und auf dich wartet, dass du den Platz einnimmst, den nur du ausfüllen kannst?

Letzte Woche habe ich für unseren kommenden Online-Summit die palästinensische Friedensaktivistin A’ida Al-Shibli interviewt. Und ehrlich gesagt: Ich war sehr unsicher, ob ich das wirklich machen soll.

Bin ich überhaupt ein angemessener Gesprächspartner für sie? Was habe ich schon getan im Angesicht des unfassbaren Leids in Palästina? Weiß ich genug? Mache ich genug?

Dann saß ich ihr gegenüber – und merkte: Meine Unsicherheit löste sich auf. A’ida war so liebevoll. Und zugleich von einer enormen Entschlossenheit und unerschütterlichen Klarheit.

Und dann sagte sie etwas zu meinem Zweifel: „What is mine to do? What is mine to say? It is not yours to do everything. It is not yours to say everything. That’s why we are many.”

Also nicht: Was müsste ich alles tun? Sondern: Was ist wirklich meins? Und dass niemand alles alleine tragen muss. Wir sind viele.

Das klingt so einfach. So entlastend.

Und doch merke ich: Wie oft ich mich überfordert fühle – zum Beispiel von den Nachrichten aus Palästina, der Ukraine, aus dem Iran. Wie schnell ich dann abschalte. Oder wie ich mich frage: Reicht das, was ich tue? Müsste ich nicht viel konsequenter sein?

A’ida erinnerte mich: Überforderung ist oft ein Zeichen dafür, dass ich den Kontakt zu mir selbst verloren habe. Dass ich nicht mehr spüre, was wirklich meins ist.

Was braucht es also, um mich wieder zu spüren – und in Frieden mit mir selbst das Richtige zu tun? Innere Anbindung. Ein innerer Kompass, der mir zeigt, was meins ist. Und was nicht.

Dazu passt der berührende Blogbeitrag von Lead the Change Teilnehmer Moritz: Sein Engagement bei der „Letzten Generation” hat ihn oft mehr erschöpft als angetrieben. Erst als er Zugang zu seinem inneren Kompass fand, konnte er klar und ruhig für seine Haltung einstehen. 👉 Innerer Kompass statt Talk Show im Kopf

Die entscheidende Frage ist also nicht „Tue ich genug?” – sondern: Tue ich das, was mich wirklich ruft? Auch wenn es Mut und Konsequenz braucht?

Dann können wir beitragen – verwurzelt in uns selbst, ohne auszubrennen, ohne abzuschalten. Verbunden mit dem, was durch uns in die Welt will. Und verbunden mit denen, die unsere Solidarität brauchen.

Martin Kirchner, Gründer von Pioneers of Change

Von Herzen, Martin – für das Team von Pioneers of Change

PS: Das Interview mit A’ida war sehr bewegend – im März ist es Teil unseres 10. Online Summit – hier gibts aber schon einen Einblick (auf Englisch, beim Summit gibt’s dann Übersetzung).

Zum Abspielen wird eine Verbindung zu Youtube hergestellt.

Datenschutz-Info
Highlight
Moritz Kramer ist bei einem Protest der Letzten Generation zu sehen. Er sitzt in einer Warnweste auf der Fahrbahn und hält ein Transparent "Was, wenn die Regierung keinen Plan hat?" Um ihn herum weitere Protestierende in Warnwesten sowie Einsatzkräfte der Polizei. Im Hintergrund ist die Wiener Secession zu sehen, ein weißes Gebäude mit einer goldenen Kuppel.

Blog: Wie ich lernte meinen inneren Kompass zu spüren und bessere Entscheidungen zu treffen

Moritz erzählt, wie sein Engagement in Klimaschutz-Protesten ihm permanente Erschöpfung bereitete – weil Überzeugung und Zweifel ständig in ihm rangen. Erst in der Einbeziehung aller Gefühlsanteile zeigte sich die innere Klarheit, aus der sich Entscheidungen leicht anfühlten.

Tipps

Wandel braucht innere Führung

Steht ein Entwicklungssprung an für dich? Unser Jahrestraining ist seit 2010 Herzstück der „Pioneers” für eine neue Art von Leadership: Lead the Change startet in Kürze neu – bewirb dich für einen Platz und werde Teil einer starken Transformations-Gemeinschaft.

„Re-Indigenizing" mit Friedensaktivistin A'ida Al-Shibli

Online-Kurs mit Praktiken zu Decolonizing & Re-Rooting: Du stärkst deine Verbindung zum Netz des Lebens, erinnerst dich an deine eigenen Wurzeln und gewinnst daraus Orientierung für die Zukunft. Von 30. Januar bis 8. Februar 2026.

Brückenbauen für sozial-ökologische Entwicklung

Du willst lernen, wie du in deiner Region Brücken baust – und Veränderung kooperativ und wirksam begleitest? Etwa in einer Mitmach-Region? Info-Call am 19. Februar!

Pioneers Kalender 2026 bestellen!

Lass dich durch das Jahr begleiten – mit berührenden Bildern, inspirierenden Zitaten & Impulsen unserer Summit-Speaker:innen.

Good News!

  • UN-Hochseeschutzabkommen tritt in Kraft » Artikel
  • Deutschland: Trend zu alkoholfreien Getränken » Artikel
  • Universität in Weimar entwickelt neuen Baustein aus Stroh » Video
  • Österreich stärkt Rechte nichtbinärer Menschen » Artikel
  • Deutschland: Biolebensmittel sind hoch im Kurs » Artikel
  • Studie: Stromversorgung in Deutschland braucht keine Grundlastkraftwerke » Artikel

Studien zeigen: Negative Nachrichten bleiben uns 10 mal stärker im Gedächtnis als positive. Unsere Good News tragen zu Balance bei.

Aktuelle Gelegenheiten

» Moderations-Fortbildung Sprechen & Zuhören für mehr Dialog- und Demokratiekultur im Wohnprojekt Wien (7. Februar)

» Info-Call Regionallabor: Brückenbauen – 19. Februar

» Workshop: Quelle sein als Führungsprinzip (24. Februar)

» Lead the Change: Das Jahrestraining für Pionier.innen des Wandels  (Start: 3. März 2026)

» Online Summit „Wurzeln für Morgen“ (13.-25. März)

» Hosting für Kulturwandel Online-Weiterbildung zu Art of Hosting (Start: 20. April)

» Walk Your Way Wochenendseminar in Südtirol (23.-26. April)

» Men.Return komm.pakt (Start: 5. Mai)

» Wandel.Wandern in Österreich (29. Juni – 3. Juli)

» Sommer.Campus (11.-16. August)

» RISE! Selbstermächtigungs-Training in Bayern (2.-9. November)

Wenn du dich überfordert fühlst, kann dein Geist nicht mit dir kommunizieren. Nimm dir Zeit in der Natur, beruhige dich und frage dann: Was ist meins?

Teile diesen Newsletter

Dieser Newsletter hat dich inspiriert? Schicke ihn an eine:n Freund:in, die:der das lesen sollte!

Auf Mastodon teilen

Auf Mastodon teilen

Dieser Beitrag wird geteilt:
Damit ist der Mastodon-Server gemeint, auf dem du dein Profil hast. Bitte nur den Domain-Namen eingeben, ohne https://
Was ist Mastodon überhaupt und warum solltest du dort sein? Das erklären wir hier
Bitte geben Sie eine gültige Instanz ein.
Auf Bluesky teilen

Auf Bluesky teilen

Dieser Beitrag wird geteilt:
235 Zeichen übrig

Unterstütze unsere Arbeit

Willst du Wandel mitgestalten und Teil von Pioneers of Change werden?
Als Pioneers Member gehörst du zu einer großen Community von Gleichgesinnten und bekommst Zugang zu exklusiven Formaten.

Kannst du unsere Arbeit an transformativer Bildung, Vernetzung und Inspiration unterstützen? Spenden an unseren gemeinnützigen Trägerverein geben uns Rückenwind.

Hinterlasse einen Kommentar

Uns interessiert jetzt: Was hat dich bewegt? Was ist in Resonanz gegangen, nachdem du diesen Newsletter gelesen hast? Welche Erfahrung kannst du dazulegen?

Lass uns und andere Leser:innen davon wissen! Wir freuen uns auf deinen Kommentar.

NÄCHSTE TERMINE FÜR DICH

ÄHNLICHE THEMEN

Trete unserer Signal-Gruppe bei:

QR Code zum Beitreten in der Pioneers of Change Signal-Gruppe

Wir senden wöchentlich News von Pioneers of Change, du kannst jederzeit problemlos austreten oder die Gruppe auf stumm schalten. Ich stimme der Datenverarbeitung laut Datenschutzerklärung zu.

Trete unserer Telegram-Gruppe bei:

QR Code zum Beitreten in der Pioneers of Change Telegram-Gruppe

Wir senden wöchentlich News von Pioneers of Change, du kannst jederzeit problemlos austreten oder die Gruppe auf stumm schalten. Ich stimme der Datenverarbeitung laut Datenschutzerklärung zu.

Hol dir unseren Newsletter

Abonniere unseren wöchentlichen Newsletter oder Messenger – für Impulse und Tipps für eine lebenswerte Zukunft.

Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

1 Gedanke zu „Niemand muss alles alleine tragen – wir sind viele“

  1. Eine wirklich umfassende Friedensstrategie hat der Wiener Friedensforscher mit seinem “Peace Mainstreaming” Konzept entwickelt. Vielleicht könnte ihn die Pioneers einmal einladen. LG Johanna

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen