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Samen säen im Gegenwind

Wirkbericht Pioneers of Change 2024/25

Die letzten zwei Jahre haben uns viel zugemutet – und der Backlash in der Welt setzt sich fort: Autokratien erstarken, Demokratien geraten unter Druck, soziale und ökologische Errungenschaften werden zurückgedrängt. Was braucht es, um in dieser Zeit nicht zu verzagen oder zynisch zu werden? Eine absichtsvolle Entscheidung, das „Trotzdem“ hochzuhalten. Rob Hopkins, Gründer der Transition-Bewegung, bestärkt uns darin mit seinem Ansatz des „evidenzbasierten Träumens“: nicht naive Hoffnung im Sinn von „Alles wird gut“, sondern das bewusste Nähren einer Sehnsucht, die sich auf das stützt, was bereits existiert und wirkt. Und die uns antreibt, konkret einen Unterschied zu machen.

Dieser Unterschied zeigt sich überall dort, wo Menschen neue Formen des Miteinanders finden, wo Demokratie im Kleinen gelebt wird, wo gemeinschaftsgetragene Projekte entstehen und wo innere Arbeit nach außen wirkt – als sozialer Boden, als Mycel aus Vertrauen, Verbundenheit und gelebter Beziehung.

Genau hier setzt die Arbeit von Pioneers of Change an. 2024/2025 haben Zehntausende unsere Online-Summits besucht – Begegnungen mit Stimmen wie Jeremy Rifkin, Jack Kornfield, Pat McCabe oder Daniel Christian Wahl haben vielen Menschen Ermutigung geschenkt.

Über 1.200 Teilnehmende haben beim INSPIRathon mit Nora Wilhelm und Fabian Scheidler erkundet, was Zukunftsfähigkeit und Friedenstüchtigkeit bedeuten können. Beim Sommer.Campus übten 120 Menschen eine Demokratie der Zuneigung – ein Gegenbild zur Machtlogik, die gerade an Boden gewinnt. Bei unseren Art of Change-Events in Alpbach und Goldegg kamen über 400 Menschen zusammen, um regenerative Kultur als Schlüssel für gesellschaftliche Transformation zu erforschen.

In unseren Trainings haben sich weit über 1.000 Menschen auf den Weg gemacht – manche von ihnen setzen heute Bürger:innenräte um, gründen Gemeinschaftsprojekte oder bringen eine wertschätzende Kultur in ihr Umfeld.

Dabei ziehen wir immer weitere Kreise: Unser Newsletter erreicht wöchentlich rund 60.000 Menschen, über Social Media wächst unsere Community stetig.

Was wirklich zählt, lässt sich oft nicht in Zahlen ausdrücken. Wie Nipun Mehta sagt: „Transformation cannot be manufactured, it can only be gardened.“ Das heißt: Was wir heute pflanzen, wirkt morgen weiter – in veränderten Haltungen, neuen Projekten und mutigeren Entscheidungen.

Wir wissen, dass unter der Oberfläche mehr wächst, als die Nachrichten vermuten lassen. Die Samen von heute werden vielleicht erst in Jahren Früchte tragen. Manche werden wir nie keimen sehen. Aber wir säen weiter. Denn Zukunft lässt sich nicht wie ein Projekt planen – aber sie lässt sich nähren. Genau das tun wir. Trotzdem.

Leitungskreis Pioneers of Change Elisabeth Rohrmoser, Mareike Aram, Katharina Haider, Martin Kirchner, Renate Steinhuber

Elisabeth Rohrmoser, Katharina Haider, Mareike Aram, Martin Kirchner & Renate Steinhuber Leitungskreis von Pioneers of Change

Projektleitung Wirkbericht: Anne Erwand-Wollner

WIRKBERICHT

Gemeinsam konnten wir 2024/25 viel erreichen.

Dieses „Wir“ ist größer als unser Team. Es wächst durch viele Menschen:
durch jene, die Räume öffnen, Ideen einbringen, mitlernen, unterstützen, ermöglichen
und weitertragen. Auch 2024/25 waren wir von diesem größeren Wir getragen.

Wirkbericht hier durchblättern (» einfach Pfeile links und rechts anklicken)

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Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

9 Gedanken zu „Samen säen im Gegenwind“

  1. Andrea Schammler

    Danke.
    Ich habe handschriftlich inzwischen ein paar Hundert Briefe an mir Unbekannte geschrieben, darin eine Einladung, das Leben zu feiern, die Schönheit und Verbundenheit und 5 Euro für eine kleine Freude, einen Kaffee, ein Eis, irgendetwas worin wir unsere Lebensfreude erleben können, mitgeschickt.

    Ich schenke einer Wohngruppe behinderter Menschen das Abonnement einer Obstkiste eines Biobetriebes aus der Region.

    Ich habe versucht, mein Teil meines Gehaltes zur Verfügung zu stellen, um Lohnungerechtigkeiten im Betrieb auszugleichen.

    Danke

  2. Was haben die Impulse der Pioneers in meinem Leben bewirkt?

    Puh, das lässt sich gar nicht greifen und angemessen in Worte fassen 🙈 Da ist so viel, was mich begleitet, anders handeln, denken lässt – bestimmt oftmals unbewusst. Drei Kurse, etliche Newsletter, Webinare … ihr seid ein Teil meines Lebens und wirkt beständig weiter.

    Das RISE hat mich wunderbare Menschen kennenlernen und intensive Freundschaften knüpfen lassen – zusätzlich zum Lernprozess meiner Selbstermächtigung.

    Also wo anfangen, wo aufhören – ohne etwas zu vergessen? 😅

    Als Fazit zumindest das: Die Impulse haben ausschließlich Gutes bewirkt 🙏💚

  3. Claudia Martina

    Ich bemerke einen leichten Widerstand und lasse das Wort TROTZDEM in mir wirken.
    Ohne nachzudenken steigt ein anderes Wort in mir auf:
    GLEICHWOHL
    Es läßt mich tief durchatmen.
    Eine ganz andere Energie – für mich körperlich und geistig stimmig.

    Jetzt, im Nach-denken:
    Trotz –> dem, was auch ist.
    Gleich wohl, was auch ist.

    Wo und worin bestehen Unterschiede und wo Ungetrenntsein.

    Menschen
    Taten
    Worte
    Atem

  4. Angelika Specht

    Liebe Pioneers, liebe Community,

    jedes Jahr ein bisschen mehr freue ich mich auf den Summit, auf inspirierende Interviews, interessante Welteinsichten, beispielhafte Praxis und noch vieles mehr. Das, was ihr anstoßt, bewirkt in mir…
    … weiterdenken
    … Bestätigung für meinen eingeschlagenen Weg und seine Intensivierung
    … weitergeben, was mir selbst bedeutsam für ein persönliches Wachstum in einer wunderbaren wie auch irritierenden Welt
    … innehalten und infragestellen
    … Widerspruch und Zuspruch
    … auseinandersetzen und zusammensetzen mit guten Leuten
    … Lehren, was ich jungen studierenden Erwachsenen mitgeben kann und will
    … Lernen, denn ‘es gibt noch mehr als alles in der Welt’ (frei nach Higgelty Piggelty Pop – von Maurice Sendak)
    … Bewunderung für eure Organisiertheit
    … Staunen über die aufgezeigten Möglichkeiten und Verbindungen
    … ein Gefühl des Beheimatetseins
    und tiefe Dankbarkeit

  5. Hallo,
    Ich glaube es sind nicht immer die großen Projekte im außen, die einen Unterschied machen.
    Mitmenschlichkeit und ein offenes Herz in den täglichen Handlungen mit den Menschen, denen wir begegnen in der Straßenbahn, in der Bank, in der Post, in der Schule, in der Uni, im Park kann einen Unterschied machen, und mag es nur ein Augenkontakt sein, oder ein freundliches Hallo zu dem Menschen, der gerade an mir vorbeiläuft auf dem Weg nach Hause. Wenn ich das übe und es ein Teil meines Alltags ist/ wird, dann hat in der Tat ein Unterschied stattgefunden in dieser Welt in Richtung Freundlichkeit und Menschlichkeit, wo wir uns alle nach sehnen.
    Möge das gelingen trotz der nicht so positiven Ereignisse die wir täglich erleben.
    Ich übe es.
    Habt einen guten Tag.
    Reena Janssen

  6. Liebe Menschen, hochgeschätztes “Pioneers of Change”-Team!

    Eure Inspirationen und Bildungsangebote haben in meinem Leben eine gravierende Veränderung meines Fokus hin zu mehr Zuversicht, Regenerationsfähigkeit, Wahlmöglichkeiten und Resilienz bewirkt.

    Euer Vorbild und all die großartigen Vorbilder, mit welchen Ihr kooperiert, haben mir aufgezeigt und mich “fühlspüren” lassen, wie ein wertschätzendes Miteinander und ein willkommenes Dazugehören mein Potenzial wachküßt – was ich als “Pioneers.Member” gerne hier im Kreis auch einbringen will – je nach meiner Kapazität dafür und immer gefühslmäßig herzlich verbunden.

    In all dem kann auch mein “Dranbleiben” an dem, was mir wichtig ist, nachhaltig wurzeln und gedeihen wie in einem fruchtbaren Garten, auf nährstoffreichem Boden – und sich mitverbinden und während ich das schreibe, durchströmt mich Dankbarkeit und Glück!

    TiefenDank an Euch alle aus meinem beglückten Herzen und einen feinen Sommer,
    Dagmar

  7. was hat Pioneers bei mir bewirkt: Hoffnung, Zuversicht, Gewissheit, dass jedes Handeln und jedes Nicht handeln etwas bewirkt – ich kann mir sicher sein, dass und bewusst sein, welche Auswirkungen mein Handeln hat.

    Oft ist auch Nicht handeln wirksam: einmal nicht ins Handy schauen, wenn’s piepst, nicht Mal schnell das Auto benutzen, einfach Mal nichts tun, einmal einer Katze beim Chillen zuschauen, eine Blume meditieren: zb eine Nachtkerze: entfalten, blühen, vergehen, wieder entfalten – im 24 Stundenzyklus

  8. Hallo ihr lieben Pioniere, danke und wieder danke.
    Seit vielen Jahren bin ich Teilnehmerin am Campus, lese die meisten Newsletter, bleibe in der What App Gruppe, auch nach dem Campus, und erzähle allen, die es wissen wollen oder schon weghören:

    WIE GROßartig euere Arbeit ist, wie wichtig die Impulse, die durch euch entstehen, wie relevant eure Hinweise….

    Ich habe meine Fokussierung auf nachhaltige Themen, die Gründung einer Lebensgemeinschaft, die Weiterentwicklung meiner kommunikativen Fähigkeiten letztlich ein Ergebnis oder nach Anregung durch POCs entstanden.
    Viele Filme, Texte, Bücher sind mir begegnet haben zu Gesprächen, Tränen, Lachen und Bewegung geführt. Mein Herz lacht.
    Danke. Und mit einem Lächeln auf den Lippen: “Weiter so, bitte.”
    Ich würde euch gerne persönlich treffen und muss einsehen, dass manches eben nicht geht. Trotzdem danke für die vielen Angebote, die ihr aufbaut, entwickelt und anbietet.
    Alles Gute
    Vera

  9. Mir hat POC dazu verholfen, mir meiner selbst mehr bewusst zu werden, mit Wohlwollen auf mein Sein zu schauen und hinter dem Geschehenen eher das Geworden-sein zu erkennen als Ergebnis von vielen .’guten Gründen’. Ich freue mich darauf, bald beim Campus einzutauchen in das Feld meiner spirituellen Wegbegleiter.

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