Witziges Eichhörnchen das direkt auf einen zuspringt.

WUTMUT! Raus aus Erstarrung – rein in Selbstwirksamkeit

Über Angst, Wut und die Frage, wie wir in unsicheren Zeiten nicht verhärten, sondern gemeinsam handlungsfähig bleiben.

Ein Beitrag von Kewin Compoi-Taupe

Ich gönne mir gerade eine Auszeit und reise seit fast drei Monaten durch Südostasien.
Ich bin dankbar für diese Möglichkeit – und für den Spiegel, den mir diese Reise hinhält: eine Lebensrealität, in der vieles weniger selbstverständlich ist. Weniger abgesichert. Weniger „voll“.

Das rückt einiges zurecht.

Und gleichzeitig fühle ich mich der Heimat selten so nah wie jetzt. Selten habe ich mich so sehr als Europäer gefühlt wie in diesen Wochen. Nicht, weil hier alle „Austria“ mit „Australia“ verwechseln und ich mittlerweile nur noch „Europe“ sage, wenn ich nach meiner Herkunft gefragt werde.

Sondern weil ich natürlich die Nachrichten verfolge. Und dabei – wie wohl wir alle – Angst spüre.
Kein Wunder: Es wird derzeit dermaßen auf der Klaviatur unserer Ängste und kollektiven Traumata gespielt, wie ich es zu meiner Lebenszeit noch nie erlebt habe.

Und schwupps spüre ich eine innere Bewegung hin zu alten Überlebensmechanismen:
unterdrücken, wegschieben, weiterscrollen, betäuben, ablenken …

Geht es dir auch so?

Ein Mann sieht sich was auf dem Tablet an und trinkt dabei Kaffee.

Danke, Betäubung

Betäubung ist oft ein Selbstschutz. Unser System will Sicherheit, will irgendwie durchkommen.

Angesichts dieser Geschwindigkeit und Intensität in unserer Welt ist das wohl völlig legitim und auch gut so. Wir versuchen uns zu schützen. Wir suchen Sicherheit. Wir wollen überleben.

Der Nachteil der Betäubung ist allerdings: Wir spüren auch die anderen Gefühle nicht mehr so intensiv – Traurigkeit, Wut, Freude.

Wir killen unsere Lebendigkeit und erkaufen uns damit die Illusion von Sicherheit.

Alternative: Der Angst Raum geben

Ich schlage dir etwas Simples vor – und zugleich etwas sehr Wirksames: Gib der Angst Raum.
Am besten nicht allein, sondern mit einer anderen Person.

(Wenn dich das Thema vertieft interessiert: In meinem Beitrag zur Chaosfähigkeit geht es genau um diese Schwelle – darum, wie wir im Ungewissen präsent bleiben können, ohne zuzumachen oder in Aktionismus zu kippen.)

Ganz praktisch könnte das wie in folgender Übung aussehen:

Zwei Damen, eine Person spricht, die andere hört zu.

👉 💬⚡ Praxisimpuls zu zweit

Probiert am besten zu zweit diese einfache Übung aus, um der Angst bewusst Raum zu geben:

 Sucht euch einen ruhigen, ungestörten Ort und vereinbart bewusst einen sicheren Rahmen:
Was ist uns in diesem Raum wichtig?
Was ist ein klares No-Go?
Woran merken wir, dass es zu viel wird – und wie stoppen wir dann?

Dann schließt eine Person die Augen, lässt Ängste auftauchen und spricht einfach aus, was sich zeigt. Ungefiltert. Ungeordnet.
Die andere Person ist ganz präsent dabei und hört mit großen Herzohren zu.

» Completion Loops: sagen, hören, wiederholen

Alternativ – oder ergänzend – kann die zuhörende Person sogenannte Completion Loops machen

Sie wiederholt möglichst wortgetreu, was sie gehört hat.
Ohne etwas hinzuzufügen.
Ohne zu interpretieren.
Ohne Ratschläge zu geben.

Zum Beispiel:

A: Ich habe Angst, weil alles zusammenbricht.
B: Du hast Angst, weil alles zusammenbricht.

A: Ja, und ich habe Angst, alles zu verlieren – alles, was ich mir aufgebaut habe. Dass alle durchdrehen …
B: Du hast Angst, alles zu verlieren und dass alle durchdrehen.

A: Ja genau. Und ich habe Angst, dass dann diese Rechtsradikalen wieder Schwule verfolgen und mich und meinen Mann umbringen.
B: …

Es muss nichts logisch sein oder „Sinn machen“.
Einfach aussprechen. Einfach wiederholen.

 (Wenn dich das Thema vertieft interessiert: In meinem Beitrag zur Chaosfähigkeit geht es genau um diese Schwelle – darum, wie wir im Ungewissen präsent bleiben können, ohne zuzumachen oder in Aktionismus zu kippen.)

Und wahrscheinlich merkst du – merkt ihr – plötzlich:
Der Druck lässt nach.
Der Körper wird weicher.
Der Atem kommt zurück.
Etwas löst sich.

Und noch etwas passiert häufig: Es entsteht eine tiefe Verbindung zur anderen Person.

Mit den eigenen Ängsten gehört zu werden. Mit dem da sein zu dürfen, was sonst keinen Platz hat. Und die Erfahrung zu machen: Die andere Person bleibt.

Ich bin überzeugt, dass wir in dieser verrückten Umbruchszeit genau das brauchen. Die Erfahrung: Ich habe Weggefährt:innen. Ich bin nicht allein.

Die Zeit der einsamen Wölfe ist vorbei. Lasst uns Rudel bilden.

Das wünsche ich mir von ganzem Herzen ❤️

Wenn Angst nicht mehr heimlich steuert, wird Energie frei. Energie, die nach Ausdruck sucht. Und damit …

Bühne frei für: WUTMUT

Eine Frau die wütend telefoniert.

Wenn wir unserem System signalisieren: Du darfst fühlen, tauchen oft weitere Gefühle auf.
Und irgendwann auch: Wut.

Und ja – ich sage das ganz bewusst:
Ich glaube, wir brauchen gerade Mut zur Wut.
Oder: WUTMUT – den Mut, der aus der Quelle der Wut schöpft.

Was Wut kann: Wut wird in unserer Gesellschaft oft missverstanden. Viele Menschen würden sagen, dass wir gerade in Zeiten, in denen „die anderen“ so viel hassen, umso friedlicher sein sollten.

Wie alle Grundgefühle bringt uns gesunde Wut jedoch Information und Energie. Sie ist ein Gegenmittel zur Erstarrung. Sie hilft uns:

  • Grenzen zu setzen
  • Stopp zu sagen
  • Nein zu sagen
  • Klartext zu reden
  • Entscheidungen zu treffen
  • und genauso: ein echtes Ja auszusprechen

Oder ein: „Ja, verdammt! Das will ich – und dafür gehe ich. Wer ist mit mir an Bord?“

Wut richtet uns auf, wenn wir zu lange geschluckt, gezögert oder uns klein gemacht haben.
Sie ist oft der Moment, in dem Erstarrung wieder in Bewegung kommt.

Zeit für Gefühlsarbeit?

Sei die Veränderung, die du dir wünschst.

Im Pioneers Jahrestraining lernst du deine Gefühle kennen, diese stärkend zu nützen und mutig voran zu gehen.

Wie finde ich Mut zur Wut?

Viele von uns haben gelernt: Wut ist „zu viel“, „unspirituell“, „unfreundlich“, „gefährlich“.
Also drücken wir sie weg – und wundern uns, warum wir so müde sind.

Vielleicht ist daraus ein Muster geworden: brav sein, nett sein, niemandem zur Last fallen. Das kenne ich gut. Sehr gut.

Bis der Schmerz, so weiterzumachen, größer wird als die Angst. Bis eine innere Stimme schreit: Schluss jetzt. Es ist genug.

Bei mir war es der Moment, in dem ich mir eingestanden habe: Ich bin schwul. Egal, wie andere darauf reagieren.Und der Tod meiner Nichte hatte etwas in mir aufgebrochen – plötzlich war klar: Das Leben ist zu kurz für Versteckspiele.

Vielleicht kennst du solche Momente. Momente, in denen dir deine Wut den Weg zeigt.

Und die gute Nachricht ist: Wir müssen nicht auf die große Krise warten. Die Wut ist schon da – wir müssen ihr nur Raum geben.

Am besten wieder zu zweit.

👉 💬⚡ Praxisimpuls zu zweit

Wenn ihr nach der obigen Angst-Übung bereit seid für einen nächsten Schritt, probiert Folgendes:

Gleiches Setting: Eine Person teilt, eine hört zu und macht Completion Loops.

Die Person, die teilt, vervollständigt immer wieder nur diesen Satz:

„Ich kann es nicht mehr hören / sehen, dass …“

Zum Beispiel:

  • Ich kann es nicht mehr hören, dass Trump Menschen demütigt und trotzdem kriechen ihm alle in den Arsch.
  • Ich kann es nicht mehr hören, dass wieder jemand auf offener Straße erschossen wird – und niemand Verantwortung übernimmt.
  • Ich kann es nicht mehr sehen, wie wir alle in diese verdammten Handys starren.
  • Ich kann es nicht mehr hören, wie viele junge Menschen einsam sind und ihre mentale Gesundheit im Arsch ist.

Du darfst laut werden – musst aber nicht. Lass es raus, wie es kommt. Keine innere Zensur. Schimpfworte erlaubt.

Gebt euch jeweils mindestens fünf Minuten. Gerade wenn du deine Wut nicht gut kennst, braucht es manchmal etwas Zeit, bis sie authentisch sprudelt.

Spürst du Angst, diese Übung zu machen? Hast du Angst, zu explodieren?

Keine Sorge: Deine Angst liefert dir genau die Information und Energie, die du brauchst, um gut mit deiner Wut umzugehen. Hör auf sie. Du hast es in der Hand, wie tief du gehst.

Und andererseits: wir sind als Menschen dafür konstruiert, jedes Gefühl voll zu erleben. Vielleicht ist die Zeit reif für einen mutigen Tanz mit deiner Wut 🤸🏽‍♂️🔥

Wut in Handlung übersetzen

WUTMUT muss nichts Heroisches sein.
Wut zeigt dir, was dir wichtig ist – und gibt dir die Energie, danach zu handeln.

Vielleicht ist es ein klares Nein im Job. Ein längst überfälliges Gespräch. Das Beenden einer inneren Ausrede. Oder das Ja zu einem Projekt, das du immer wieder verschiebst.

Und manchmal ist es auch politisch.

Wenn dich Trump und seine Tech-Milliardäre wütend machen: gut. Nimm diese Wut als Signal – für einen Schritt, der dich in eine Gestaltungsrolle bringt.

Zum Beispiel: digital unabhängiger werden. Moritz hat dazu im Blogartikel zum Di.Day, dem digitalen Unabhängigkeitstag, starke Impulse gesammelt.
Und dann: Schreib ein erstes Mail an Menschen in deinem Umfeld und lade sie ein, einen kleinen Teil davon mitzugehen.

Oder allgemeiner: Wenn dich Machtmissbrauch, Tech-Oligarchie und Hetze wütend machen – dann frag dich: Was ist mein nächster Schritt, der wirklich etwas verschiebt? Nicht perfekt. Aber real.

Ein einfaches Schema kann dabei helfen:

  • Ich bin wütend, weil.. die US-Techkonzerne so eine große Macht über uns haben“
  • „Deswegen will ich… mich von dieser Abhängigkeit befreien und was dran ändern.“
  • „Deswegen werde ich… als ersten Schritt den Blogartikel von Moritz lesen und zumindest einen Vorschlag umsetzen.“

Wut ohne Verhärtung

Wie geht es dir wirklich - Blog- 800

In der Arbeit mit Wut gibt es einen entscheidenden Unterschied. Wir können Wut nutzen, um uns überlegen zu fühlen, Schuldige zu suchen oder andere zu bekämpfen. Dann landen wir schnell im Niederen Drama: Ich bin okay – du bist es nicht.

Oder wir nutzen Wut, um Verantwortung zu übernehmen, klar zu werden und handlungsfähig zu bleiben – ohne andere abzuwerten.
Es geht nicht um richtig oder falsch. Es geht darum, bewusst zu entscheiden, wofür wir unsere Wut einsetzen wollen.

Und das ist eine andere Form von WUTMUT:
nicht „da oben“ kritisieren, sondern dort das Gespräch wagen, wo es wirklich knirscht.

Wenn in deinem Umfeld jemand FPÖ oder AfD wählt und es wieder um das Ausländerthema geht, kannst du ehrlich fragen: „Gab es in deinem Leben einen Moment, in dem du dich selbst einmal ausgegrenzt gefühlt hast?“

Und dann schauen, was passiert. Nicht, um zu gewinnen – sondern um Kontakt herzustellen, bevor Fronten endgültig zu Mauern werden.

Genau so haben es Tobi und Walter 2024 im Rahmen von LEAD THE CHANGE gemacht – bei einem Besuch einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung. Aus dieser Erfahrung entstand später im Jahrestraining eine Kulturaktion und ein berührendes Video mit der Leitfrage:
„Wie geht es dir wirklich?”

Diese Zeit lädt uns ein, über uns hinauszuwachsen. Aufzuhören, nur „lieb, nett und angepasst“ zu sein. Nicht in Fantasiewelten zu flüchten – sondern im Hier und Jetzt konkrete, vielleicht sogar wagemutige Schritte zu gehen.

Vom Gefühl in die Praxis

WUTMUT ist für mich ein Türöffner. Aber danach stellt sich die eigentliche Frage:

Wie bleiben wir klar, wenn es wackelt?
Wie setzen wir Grenzen, ohne zu verhärten?
Wie übersetzen wir Gefühle in Handlung – ohne uns selbst oder andere zu verlieren?

Für mich liegt auch hier die Antwort in der Wut.

Und genau deshalb liebe ich Praxisräume: Orte, an denen wir nicht nur darüber reden, sondern gemeinsam üben – mit Feedback, mit Beziehung, mit echten Experimenten.

Ich spüre: Es ist Zeit für mehr WUTMUT

Ich habe 2026 Lust auf mehr WUTMUT. In meinem Leben. In meinem Wirken. Lust auf wagemutige Experimente. Lust auf ein starkes Ich im Wir.

Und ich spüre wie selten zuvor:

Gerade jetzt braucht es diese Arbeit.
Gerade jetzt braucht es Räume, in denen wir Angst nicht verdrängen, sondern in Handlung verwandeln.
Gerade jetzt braucht es Menschen, die sich bewegen – nicht perfekt, aber real.

Zum Thema „Wut und Angst“ kannst du bei unserem Sommer.Campus ​bei meinem Workshop dabei sein – mit Feuerlauf!

Für einen wirklichen Entwicklungssprung kann ich unser Jahrestraining Lead the Change empfehlen: Du entwicklst deine Führungskraft, lernst eine Kultur der Kokreation und stärkst deine Handlungsfähigkeit in turbulenten Zeiten.

Wenn es dich zieht, bewirb dich für einen Platz bis 17.2.
 Hier geht’s zur Bewerbung für LEAD THE CHANGE

 

Zum Abspielen wird eine Verbindung zu Vimeo hergestellt.

Datenschutz-Info

Was bewirkt Gefühlarbeit?

Teilnehmer:innen aus dem letzten Lead the Change Training berichten von ihrer Erfahrung mit Gefühlsarbeit. 

Und jetzt würde mich interessieren – als Community:

  • Wo spürst du gerade Wut – und wofür könntest du sie nutzen?
  • Was hilft dir, Wut zu fühlen, ohne hart zu werden?

Schreib’s mir in die Kommentare.
Ich glaube, wir können uns gerade gut gegenseitig anstecken –
mit Klarheit, Mut und Selbstwirksamkeit. 💛

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Hemma & Martin | Pioneers of Change

Hemma & Martin

7 Gedanken zu „WUTMUT! Raus aus Erstarrung – rein in Selbstwirksamkeit“

  1. Hallo Kevin und das Pioneer- Team,
    Danke für diesen Beitrag, den ich für besonders wertvoll und praxisnah empfinde. Es wäre schön, wenn ihn ganz viele Menschen lesen und sich davon berühren lassen. Ich merke, wie unangenehm meine Wut auf andere wirkt und bin dankbar zu erkennen, dass es sich dabei um Ihre Angst handelt.
    Ich bin gern in online Seminaren oder Workshops dabei, weil ich sonst sehr weit fahren muss. Ich finde das Jahrestraining wertvollund hoffe, dass es ganz viele Nutzen. Danke für deine Arbeit, deinen Dienst und allen im Team. Dankbare Grüße, Julya

  2. Wut ermöglicht mir, die Trauer dahinter zu sehen. Und es wird klar, dass es Mut zur Wut braucht! Immer sagt eine Stimme; “Nein, das macht man nicht, du hast dich nicht im Griff!” Gleichzeitig ermöglicht mir die Wut, dass etwas in Bewegung kommt und echte Veränderung stattfindet! Herzliche Grüße und Dank für die Wutmut-Gedanken, Pamela

  3. Ja, ich möchte vollständig sein! Die ganze Klaviatur meiner Gefühle spielen. Mich frei und lebendig fühlen. Deine Anregungen zum Üben will ich nutzen. Danke !

  4. Lieber Kewin.
    Ich mag das Wort WutMut!
    Ich kenne die Wut, und ich kenne den Mut. Beides zusammenpasst.
    Zu viel zu oft lass ich mich dennoch limitieren von mir selbst, von kollektiven Glaubenssätzen.
    Ich möchte eine Anregung geben zur Vertiefung. Aus meinem Verständnis heraus ist Wut ein Mantelgefühl.
    Die Wut überdeckt Viele verschiedene zu Grunde liegende Gefühle, die sehr vielschmerzhafter sind: Angst, Ohnmacht, Scham, Trauer, Einsamkeit,….
    Diese zu enttabuisieren Ist wichtige Friedensarbeit. Für den Frieden mit sich selbst und mit anderen. Mit den Angstgesprächen hast du eine gute Anregung gegeben. Aber selbst unter der Angst verbirgt sich ja noch die viel schmerzhafter und schwieriger auszusprechende Scham.. Also die Gefühle unter den Gefühlen…
    Wenn wir Im Alltag die Wut bedienen, können wir die Fassung verlieren und uns selbst. Und damit Schaden anrichten. Der heilige Zorn ist mir lieber und teuer, aber die Nähe zu Eskalationen sollte uns bewusst sein.In der Gewaltfreien Kommunikation versuchen wir, unsere zu Grunde liegenden Bedürfnisse wahrzunehmen und als Bitten zu äußern. Damit schaden wir nicht. Weder uns nach dem anderen. Das ist konstruktiv.
    Vielen Dank für deine Gedanken!Felicia

  5. Hey Kewin,

    liebe Grüße zu dir auf deiner Reise und danke für diesen wirklich spannenden und wertvollen Blogartikel!

    Zum Thema WUT und Gefühle zu spüren bin ich ja sehr auf deiner Wellenlänge und dran – das weißt du ja. Aber seit ganz kurzem (wirklich erst seit 2 tagen in wirklichkeit) bin ich nochmal sehr und mehr auf das Thema der digitalen Unabhängigkeit gekommen, überlege INSTA und FB zu löschen (was mir gerade noch gehörig Angst macht – dann wertvolle Kontakte zu verlieren, mit meinen Angeboten nicht mehr sichtbar zu sein etc.) – und da ist der Link auf die Infos von Moritz gerade goldeswert gewesen. Danke!

    Hintergrund dazu eine ganz klare Wut und ein “NEIN, so nicht mehr!” zu dieser aroganten, manipulativen, faschistischen Dominanz von USA Politik, Konzernen, Medien. Es ist einfach nur noch zum kotzen. Stinkreiche Männer, die glauben, dass die Welt ihnen gehört. Die wie unreife Kinder mit Krieg, Menschenleben spielen ohne jegliches ehtisches Bewusstsein und Verhalten. … … …

    Also der aktuelle Impuls, wo WUTMUT gerade sehr zentral ist und hilft: mich möglichst von der durch diese Männer und Institutionen manipulierten Instrumente unabhängig machen wo es nur geht… was halt gerade für mich sichtbar und möglich ist… und das braucht gerade schon einiges an Kraft, Fokus und Mut…
    Mal schauen, wo mich das hinführt…
    lg, Marielies

  6. Vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag!
    Es berührt mich und gibt mir Kraft zu lesen, wie auch andere Menschen zu Gefühlen forschen.

    Wenn ich etwas durchfühle, beginnt es häufig mit einer Form von Wutkraft, dann zeigt sich Trauer oder Angst und schließlich Klarheit, Verbundenheit oder Frieden.
    Deshalb würde ich intuitiv mit der Wut-Übung beginnen und dann die Angst-Übung machen würde.

  7. Lieber Kewin,
    Danke sehrsehrsehr für Deine Ausführungen und Euch, die Ihr kommentiert, für Eure Gedanken dazu…..mir ist in diesem Zusammenhang beim Selbstbeobachten aufgefallen, daß meine Lesehaltung am Computer,Tablet, Smartphone und auch, wie lange ich da drauf oder reinstarre ( und dabei schon flach” atme),sehr wesentlich an der Intensität all dieser Gefühlsregungen mitbeteiligt sind…..unabhängig von Inhalten…..deshalb mache ich vor der “Wutübung” gerne erstmal ein paar genüßliche Lockerungs-und Dehnungsübungen für meinen Körper…

    Viele liebe Grüße in die Runde,
    Dagmar

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