Buddy-Building als Erfolgsidee für deinen Weg… und warum Soulbottle-Gründer Georg Tarne fast 500 Euro an die FPÖ gespendet hätte.

Gerald Hüther sagt…
… dass es zur Potenzialentfaltung andere Menschen braucht. Eine Gemeinschaft, die dir wertschätzend begegnet und das Potenzial in dir sieht.

Und wirklich: Sich alleine auf einen neuen Weg zu machen – dem eigenen Potenzial entgegen – das ist richtig schwierig. Wir bleiben sooo leicht hängen im Gewohnten, schaffen es nicht, dauerhaft dran zu bleiben und verlieren gar den Mut.

Kennst du das?

Was dir helfen kann…

Bleib nicht nur in deinem eigenen Saft!  Du kannst dir ein “Erfolgsteam” aufbauen oder eine Unterstützungsgruppe starten.

Am einfachsten und extrem wirkungsvoll ist aber:

Such dir einen Buddy!

Ein Buddy ist jemand, mit der/dem du dich regelmäßig triffst – live oder online. Du erzählst ihm von deinen Ideen und wie es dir geht auf deinem Weg.

Alleine schon deine Gedanken in Worte zu formulieren, bringt dir Klarheit darüber, was gerade tatsächlich wichtige Schritte für dein Weiterkommen sind.

Es motiviert ungemein, wenn sich jemand für dich interessiert. Diese Aufmerksamkeit und Anerkennung tut gut, besonders wenn wir alleine im Home-Office sitzen.

Du besprichst deine Hindernisse und Vorhaben und (ACHTUNG!) dein Buddy erinnert dich daran! Dein innerer Schweinehund wird aufjaulen…

Du teilst mit deinem Buddy Leid und Freud auf deinem Weg und hast jemanden zum gemeinsamen Feiern, wenn du deine Ziele erreicht hast!

Fünf  Qualitäten, die dabei besonders wichtig sind:

Qualität 1: Potenzialblick

Wir brauchen die anderen, um uns selbst zu erkennen. Dadurch können wir unsere individuellen Eigenarten sehen, das Besondere an uns, das was nur wir der Welt schenken können.

Qualität 2: Vertrauen und Vertraulichkeit

Potenzialentfaltung braucht eine Qualität von „Geborgenheit“ (meint z.B. Gerhard Peham). Die Basis ist ein „du bist ok“, ein “angenommen sein, wie du bist”.

Dann kannst du langsam deine Schutzmechanismen ablegen und das setzt neue Energien und Kreativität frei.

Qualität 3: Perspektiven erweitern

Rat-Schläge können sich wie Schläge anfühlen. Ein guter Buddy ist sparsam damit. Und doch kann er dir neue Perspektiven eröffnen und dich auf neue Ideen bringen. Aus augenscheinlichen Sackgassen kannst du so auf (in deiner beschränkten Sicht) neue Wege herauskommen, siehst neue Möglichkeiten und Ideen für dich .

Qualität 4: Arschtritt

Viele Menschen haben eine großartige Gabe: Ausreden zu finden. Auch wenn du genau weißt, WAS du tun willst, heißt das noch lange nicht, dass du es tust. Hürden entstehen ja oft auch erst beim Tun, weil die Theorie eben theoretisch ist.

Dich deinem Buddy gegenüber zu deinen Vorhaben und nächsten Schritte zu bekennen, ist für viele eine starke Motivation. Du musst dann deine Ausreden nämlich nicht mehr nur dir gegenüber rechtfertigen, sondern auch noch einer 2. Person – was die Absurdität so mancher Ausrede offensichtlich macht.

Bleib informiert!

Trage dich für den
Newsletter ein und du
bekommst die neue
Version des E-Books
“Wege in die Zukunft”.

Qualität 5: Wertschätzung, Würdigung & Feiern

Dein Buddy bekommt deinen vielleicht streckenweise nicht einfachen Prozess mit. Mit deinen Erfolgen und Misserfolgen gesehen zu sein, ist wertvoll und würdigt dein Auf-dem-Weg-Sein. Außerdem gibt es in ihm jemanden, mit dem zu gleich feiern kannst. Für das Feiern fällt uns in unserer westlichen Kultur nämlich auch immer ganz viele gute Ausreden ein, um dem zu entgegehen.

Geteiltes Leid ist halbes Leid. Geteilte Freude ist doppelte Freude.

volkstümliches Sprichwort
 

Beispiel: Warum Georg Tarne fast 500 EUR gespendet hätte

Ein Geheimnis des Erfolgs von Soulbottle-Gründer Georg Tarne ist, dass er einen „Accountability Buddy“ hat, mit dem er sich regelmäßig per Skype trifft. Georg arbeitet stark an seinen Gewohnheiten und Vorhaben und setzt sich Ziele (zB. weniger zu arbeiten).

Für Georg hat sich als besonders hilfreich herausgestellt, wenn er mit seinem Buddy vereinbart, was er sich gönnt, wenn er an seinen Zielen dranbleibt. Und dass sie sich spaßhalber „Strafen“ vereinbaren, wenn er es nicht macht. Bei einer wichtigen Angelegenheit wäre seine „Strafe“ gewesen, 500 Euro an die FPÖ zu spenden. Das wäre wirklich arg für ihn gewesen… er hat dann sein Ziel erreicht (und nicht gespendet;).

Georg Tarne war 2010 Teilnehmer im LERNgang Pioneers of Change.

Wann ist ein Buddy sinnvoll für dich?

  • Wenn du dich einsam im Home-Office fühlst, du deinen Horizont erweitern und Neues lernen möchtest.
  • Wenn du eine deine Gewohnheiten verändern möchtest.
  • Wenn du gerne bzw. viel aufschiebst und dich leicht ablenken lässt, alles ein bisschen, aber nichts richtig machst.
  • Wenn du dich fragst, womit und wie du anfangen sollst, weil du keinen Plan hast. Wenn du zwar einen Plan hast, ihn aber nicht einhältst.
  • Wenn du Oder du ständig Neues ausprobierst, anstatt bei dem zu bleiben, was funktioniert.
  • Wenn du keine ToDo-Liste, sondern eher ein ToDo-Buch hast …

Was es dir bringt, wenn du Buddy bist…

Als Buddy unterstützt du auf Augenhöhe. Buddy-Sein motiviert dich, selbst als Vorbild zu agieren, dadurch fallen dir deine „schweren“ Aufgaben auch leichter. Das ist dann gut für dein Selbstvertrauen.

Muss ein Buddy ein Freund / eine Freundin sein?

Nur weil du jemand sympathisch findest, ist das noch nicht gleich ein guter Buddy. Vielleicht ist sogar besser, wenn es ihr noch keine Freund*innen seid, denn du brauchst eine Person, die nicht aus alten Vorstellungen von dir berät, möglichst objektiv ist und sich keine Sorgen macht, wenn du dich veränderst.

Obwohl du unverblümtes Feedback von deinem Buddy willst, brauchst du eine wertschätzende Beziehung zu ihr. Wenn du ihn nicht enttäuschen willst und dir sein Urteil wichtig ist, dann sind das gute Voraussetzungen! Freundschaft darf dann natürlich entstehen – ist aber eben keine Voraussetzung.

Wie findest du einen Buddy?

Frag jemanden, den du immer schon interessant gefunden hast, aber nicht viel mit zu tun hattest. Vielleicht ist es auch jemand, mit dem du dich nicht unbedingt gleich anfreunden wollen würdest. Solche Menschen haben oft wertvolle Perspektiven für einen und das bringt einen aus gewohntem Schubladen-Denken raus.

Ein Tipp ist eine Probezeit zu vereinbaren– vor allem wenn du bisher Schwierigkeiten gehabt hast, unpassende Verbindungen und Kooperationen auch wieder zu lösen.

Was denkst du dir dazu?

Hast du einen Buddy, der dich unterstützt? Was brauchst du, um einen zu finden?

Martin Kirchner ist Mitgründer der Pioneers of Change in Österreich

Sarah Mitternacht arbeitet seit 2016 im Bereich Online & Offline mit.

2018-05-09T10:48:54+02:00

10 Comments

  1. Carolina De Mattia 4. September 2018 at 11:29 - Reply

    Zuerst der Titel und nun dieses Thema

    Heute war ein Tag (und es ist erst Mittagszeit) voller wunderbarer Erkenntnisse. Zuerst eine wunderbare Erkenntnis, dann Eure E-Mail mit exakt den richtigen Worten und jetzt noch der Buddy Building Artikel.

    Ja, ich sitze im Homeoffice und die Stimmen Selbstzweifel, Angst & Erfahrung sind viel zu laut. Ein Buddy zu finden wäre perfekt. Mir geht es ähnlich wie Valentina und ich habe ein Umfeld wie Christina 🙂

    Danke für Eure Inspiration
    Carolina

  2. Ru 10. März 2018 at 23:07 - Reply

    Mir kam die Idee zu einer BuddyLotion 🙂 Von Buddies eingecremt oder eingeseift finde ich cool….im übertragenen Sinne selbstverständlich:) Bin gespannt wann das erste BuddyLotion-Spa aufmacht….

  3. Sabine 28. Oktober 2017 at 14:49 - Reply

    Ich verstehe den Vorschlag von Martin sehr gut und sicher super über das Webinar wem zu finden! Ich war 1 Jahr mit einem Erfolgsteam zusammen. 5 völlig unterschiedliche Menschen aus ganz verschiedenen Branchen, die sich in einem Seminar über Erfolgsteams in der WKO gefunden haben. Wir haben uns 1x im Monat 3 Std. getroffen. Wichtigkeitsstatus: wie ein Geschäftstermin, also Kunden waren kein Entschuldigungsgrund (finde ich sehr wichtig bei Selbstständigen) nur Krankheit ging durch :-). Auslandsreisen auch nicht, die waren dann per skype dabei… Unsere Ziele und Sorgen waren so unterschiedlich, unterschiedlicher ging es gar nicht. Und genau das ist eine super Vorraussetzung. Sehr zu empfehlen finde ich. Wir hatten auch ein klares Prozedere. Das wichtigste dabei war für mich, das Gefühl gehabt zu haben, dass mein Weg für andere wichtig war. Wir wollten, dass die anderen ihre Ziele erreichen.

    Danach hatte ich einen Buddy – auf Gegenseitigkeit. 1x pro Woche 1/2 Std. Skypen. Wieder durch ein Seminar gefunden und sehr unterschiedliche Personen. Und das war auch gut. Was ich bei beiden Formaten ab einem bestimmten Punkt aber sehe ist, dass es doch um tiefere innere Veränderungen geht, die es braucht um wirklich was auf die Beine zu stellen. Und dafür gibt es aus meiner Sicht zwei wichtige Möglichkeiten: die eine ist, du hast FreundInnen, die mit dir zusammen Fähigkeiten lernen wollen, bzw. ihr habt schon gute Fähigkeiten, wie man sich unterstützen kann, bei sich und den eigenen Weg zu bleiben – das ist genial finde ich, ich habe 4 Freundschaften seit Jahren, bei denen unsere Treffen und Telefonate hauptsächlich aus gegenseitigen wirklich guten Empowerment und Klärungen bestehen. Wer was braucht rührt sich, volles Vertrauen, volle Wirksamkeit. Also weg vom sich gegenseitig einfach immer nur zu erzählen, wenn man sich trifft – und dann Assoziationen und Tips und Tricks geben – hin zum treffen um vorwärts zu kommen (egal ob Private oder berufliche “Projekte”)… ich finde das ist für mich Freundschaft pur! Und das andere, was ich seit kurzem geniesse ist volles Kommitment und Verbindlichkeit zusammen in einer Genossenschaft. Das ist die erste Beschäftigungsgenossenschaft in Österreich und heißt Otelo eGen. Das macht was mit uns, wenn wir für die anderen auf eine Art auch verantwortlich sind. Danke für den Input Martin! Sabine

    • Valentina 31. Oktober 2017 at 16:05 - Reply

      beeindruckend … ich fühl’ mich wenn ich sowas lese komplett “außen vor”

      ich hab’ einfach keine solchen freundschaften
      auch keine solchen kollegen
      ich fühl’ mich wie einzelkäpferin auf insel
      seufz

      ich glaube, das ist ein tieferes thema … muss ich mal zuerstanders angehen

  4. Valentina 27. Oktober 2017 at 22:15 - Reply

    @christina ………. jahhaaa … austausch wäre auch gut … ich weiß dennoch nicht WEN … ich kenne vor allem leute, die in ihrem eigenen leben versinken, und es nicht mal schaffen sich als Freunde regelmäßig zu melden. Meistens halte ich die Kontakte “warm” … hab’ aber auch oft die Faxen dicke davon, wenn’s nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Hmmmm … grübelll ….

  5. Christina 27. Oktober 2017 at 10:27 - Reply

    Buddy ist richtig richtig richtig gut. Habe vor einem Jahr meine Cousine “wiederentdeckt”, seitdem machen wir genau das, was Ihr hier beschreibt. Jetzt hat das sogar noch einen schönen Namen bekommen 🙂
    @ Valentina. Es ist cool, wenn man jemanden findet, mit dem man in Austausch gehen kann. Gegenseitiges Buddysein. Oder, liebe Pioneers, würdet Ihr davon abraten? Mit meinem Cousinchen mach ich das jedenfalls so. Wir unterstützen uns gegenseitig. Kostet nicht mehr als den Kaffee oder das Bierchen, das wir uns bei unseren Treffen leisten.
    Wichtig finde ich, dass man sich wirklich zum “arbeiten” trifft, nicht nur zum ratschen (oder erst arbeiten, dann ratschen 🙂 Dann geht auch was vorwärts.
    Liebe Grüße, Christina

    • Valentina 27. Oktober 2017 at 22:16 - Reply

      grad gesehen, dass man ja direkt beim posting antworten kann, also nochmal:

      @christina ………. jahhaaa … austausch wäre auch gut … ich weiß dennoch nicht WEN … ich kenne vor allem leute, die in ihrem eigenen leben versinken, und es nicht mal schaffen sich als Freunde regelmäßig zu melden. Meistens halte ich die Kontakte „warm“ … hab‘ aber auch oft die Faxen dicke davon, wenn’s nicht auf Gegenseitigkeit beruht. Hmmmm … grübelll ….

  6. Valentina 26. Oktober 2017 at 22:03 - Reply

    ooch. ich glaub’ so’n Buddy wär’ toll für mich – hab’ bloß null Ahnung, woher nehmen …
    kostet so’n “fremder” Buddy eigentlich Geld? ich mein: wieso sollte ein fremder mensch
    daran interesse haben, für mich zeit aufzuwenden?
    fragen über fragen …………………………………………

    liebe grüße, valentina

    • Dominik 31. Mai 2018 at 22:13 - Reply

      … weil das “Buddy-Sein” auch viele Bedürfnisse erfüllt: tiefe Verbundenheit fühlen, Wertschätzung geben und nehmen, Empathie, Vertrauen, jemandem Helfen, sich üben im bewertungsfreien Spiegeln (und damit eigenes Wachstum), aus den Erfahrungen und Perspektiven anderer lernen, wissen, dass man zur Bereicherung des Lebens beiträgt. Ich habe damit im Kontext der Gewaltfreien Kommunikation sehr gute Erfahrungen gemacht – gerade damit, nur zu spiegeln und mich mit Urteilen, Interpretationen und Ratschlägen ganz zurückzuhalten. Da gibt es dann auch ganz viel Freude – auch bei Themen, die eher traurig, wütend, Angst machen – aber wenn ich mich berühren lassen, ist da auch eine Freude und ein tiefer Friede – weil ich immer mehr alles so annehmen kann, wie es ist. Freude über die Lebendigkeit, das Leben.
      Und gleichzeitig kenne ich es sehr gut: Wen soll ich denn fragen? Kann ich XY einfach fragen? Da sind wir dann beim Thema Mut…
      Da passt sehr schön, was Eli Perzlmaier eben gesagt hat: “Lasst euer Licht strahlen! Seid offen, authentisch, ohne Maske!”

  7. mirjam 25. Oktober 2017 at 20:01 - Reply

    Ich finde immer etwas Inspirierendes in euren Beiträgen.
    Danke!
    Mirjam

Leave A Comment

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

X