Wie politisch sind wir? Wie sind wir politisch?

Gedanken zu politischer Menschlichkeit und was wir dazu beitragen können – Alfred Strigl (Pioneers of Change Mentor) antwortet auf meine Fragen.

Alfred, wie würdest du die derzeitige politische Situation in Österreich beschreiben?

„Erstaunlich überraschend und ent-täuschend entlarvend. Überrascht hat uns das alle. Denn viele hatten sich schon auf den „langen Winter“ in Österreich eingestellt. Sich selbst-täuschende Spieler haben ent-täuscht und damit ausgetäuscht. Sie haben sich selbst ihrer Ämter enthoben oder wurden ausgetauscht.

Umso mehr stellt sich staunendes Hoffen ein – Wunder geschehen über Nacht. Nun spüre ich Aufatmen, Entkrampfung, Entfesselung. Die innenpolitische Krise wird zur Chance – für Politik, Parteien, die Gesellschaft, für jeden Menschen im Land. Ich warne nicht vor übersteigerter Hoffnung, vor übertriebener Freude.

Lasst uns diese Zeit für den Wandel der politischen Kultur nutzen! Es ist möglich.“

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Wie kann dieses Momentum genutzt werden für eine andere politische Kultur?

„Achtsamkeit, Weitblick, Menschlichkeit. Das möchte ich von Politikern vorgebildet sehen. Zumindest den Versuch davon. Gut, dass ein paar Politiker für einen Moment die Larven haben fallen lassen. Sie zeigen uns ein Sittenbild unserer Gesellschaft: prahlerisch, zwiespältig, korrumpierbar.

Diese Politik ist Spiegelbild eines Teils der gesellschaftlichen Wirklichkeit. Danke für die offene Zurschaustellung. Danke Herr Strache. Danke Herr Gudenus. Ihr zeigt uns, wie wir wirklich sind. Denn Besoffene und Kinder sagen die Wahrheit.

Drängen nicht die von Geilheit besessenen Medien die Politik in ein Gegeneinander? Wir erleben TV-Inszenierungen als martialische Rededuelle, fehdereiche Konfrontationen. Die Interviews sind gespickt mit zynischer Polemik. Wollen wir alle nur Krawall- und Kampfrhetorik? Nein. Es gibt auch eine andere Wahrheit.“

Wie würde diese neue politische Kultur ausschauen?

„In Wahrheit möchten wir – von denen da oben – verstanden, gehört und geliebt werden. Wir möchten verständnisvolle, großherzige, weise und gütige Leitfiguren und Leitstrukturen. Das gilt es zu entwickeln: Verfeinerung der Demokratie, Erdung des Kapitalismus, Solidarität mit der ganzen Welt.

Wir wurden durch die entlarvenden Ereignisse wachgerüttelt und können, ja müssen nun darüber nachdenken, wie eine neue politische Kultur aussieht. Ich meine, die Struktur des Parteiensystems ist an einen Wendepunkt geraten. Sich gegeneinander ausspielende Keiler-Partien führen oft nicht zu guten Lösungen. Ich wünsche mir Dialog, echte Kooperation, eine Kultur der Wertschätzung und Offenheit für Spannungen und Unterschiede.“

Und wie kann das dann gelingen?

„Wie in der Prozessarbeit oder in systemischen Aufstellungen braucht es eine politische Kultur, die alles da sein lässt, das sonst verleugnet oder verdrängt wird. Es geht ums Wagen, das Dunkle, die Schatten und Traumata, die Schuld und Scham wertschätzend, empathisch und sinnstiftend anzuschauen. Und es geht vor allem darum, das Stärkende, die Freude, das Gelingende anzuerkennen – bei sich und bei den politisch Anderen.

Das ist ein schönere Welt, wo Kooperation und gelingende Beziehungen angestrebt werden. Nicht nachdenken müssen, wie ich dem anderen Lager eins auswische. Sondern wo echtes Lob, aufrichtige Anerkennung und tiefe Dankbarkeit in Konkurrenz stehen. Echte Integrationsarbeit nenne ich das.

Das oberflächliche Abtauschen von Generalisierungen hat ein Ende. Vielfalt, Pluralität, Widersprüche – das gilt es heute auszuhalten.

Längst haben wir Instrumente und Methoden, die uns auf der Höhe der Zeit darin begleiten: the Art of Hosting, Achtsamkeit und Kreiskulturen, die sich auszeichnen durch Hinhören, Konsensieren und Konsentieren, ebenso wie Bewusstseins- und Projektionsarbeit.“

Ausschnitt vom Interview mit Alfred Strigl beim Pioneers of Change Online Summit.

Und wie siehst du PoC innerhalb dieses Veränderungsprozesses? Was empfiehlst du uns?

„Pioneers of Change muss politischer werden, muss eine gesellschaftspolitische Bewegung werden! Darin liegt der Gründungsimpuls: zu zeigen, dass es auch anders geht, dass es im Miteinander besser geht als im Gegeneinander.

Ein wichtiges Stilelement von Pioneers of Change ist für mich die Art wie wir uns empören, wie wir rebellieren. Schönheit und Hingabe, Mut und Begeisterung, das sind die Werte, die uns auszeichnen. Skandierendes Gegröle hat bei uns keinen Wert.

Wir Pioneers rebellieren durch tiefes Empfinden von Mitgefühl mit allem Lebendigen, kraftvolles Einstehen für Menschenrechte, Humanismus, Solidarität und Vielfalt. Wir rebellieren durch Harmonie im Singen mehrstimmiger Lieder. Das ist echter Widerstand.

Pioneers of Change hat eine Kultur der Gemeinschaft begründet. Die Lerngänge, Summits und Regionalgruppen haben tausende Menschen dazu inspiriert und angestiftet. Lasst es raus! Singt Taizé-Lieder oder den Andachtsjodler. Vierstimmig!“

Was kann jede und jeder Einzelne beitragen?

„Hinhören. Fühlen. Danken. Buchstabieren lernen, was in ihr und ihm lebt. Wut und Ärger ebenso wie Angst und Ohnmacht ansprechen. Einander zumuten. Einander wahrhaftig begegnen. Weinen. Lachen.

Lasst uns nicht an Herzverhärtungen massenweise abkrampfen! Trauen wir uns zu, einander zuzumuten! Die liebende Geste muss in Politik und Wirtschaft zur Norm, die anweisende Geste zur Ausnahme werden.

Und all jenen, die sagen, dass Liebe nicht in die Politik, sondern ins Private oder Religiöse gehört, erwidere ich: Die Zeit ist gekommen, da Liebe und Mitgefühl sich erheben, um die Kultur der politischen Menschlichkeit zu erschaffen.

Dieser Planet braucht eine Politik des friedvollen Miteinanders. Die Menschen brauchen eine Politik des friedvollen Miteinanders. Wir werden diese Politik bekommen, wenn wir selbst das friedvolle Miteinander üben. Im Tanzen und Singen zum Beispiel.“

Alfred Strigl
Nachhaltigkeitsexperte und Unternehmer, Mitinitiator von Pioneers of Change, Universitäts-Dozent, „seine heilige Irritation“.

PS: Sehen wir uns da?

2019-06-05T10:39:56+00:00

19 Comments

  1. Lisa Koschat
    Wolfgang Schuler 3. Juni 2019 at 16:48 - Reply

    Vielen Dank Für die inspirierenden Worte…es ist an der Zeit, anderen Werten – wie hier beschrieben – zu folgen. Hinweis auf ein innovatives Projekt: https://bit.ly/gradido-ws ..mit dem es möglich ist, einen sanften Übergang in ein friedlicheres und humaneres System zu schaffen. Vielen Dank für eueren Einsatz

  2. Lisa Koschat
    Heidi Krisa 1. Juni 2019 at 2:08 - Reply

    Lieber Alfred,
    ich stimme dir zu, dass wir weg müssen vom Gegeneinander und hin zum Miteinander. Das Parteiensystem ist da nicht hilfreich!
    WIE kriegt man es weg??
    Und: Menschen, die Mitgefühl haben, die spüren können und einfach „menschlich“ sind, die zieht es nicht in politische Ämter. Dort landen immer und immer wieder jene, die gerne „wichtig“ sind aber nicht wirklich viel drauf haben. Ich sehe es hier bei den Regionalpolitikern: Händeschütteln und in jede Kamera lächeln, DAS ist angesagt. Ich finde das so abstoßend!
    Wie schaffen wir es denn, dass in diesen Positionen wirklich Menschen dienen, die diese Bezeichnung ver-dienen??

    Liebe Grüße,
    Heidi

  3. Lisa Koschat
    Martin Kirchner 27. Mai 2019 at 17:45 - Reply

    Alfred antwortet:
    Lieber Sascha!

    Nein, das Geld, also das Finanzkapital, ist noch so gut wie gar nicht hier auf Erden gut angekommen.
    Geld ist in der geistigen und emotionalen Sphäre in der Menschheit „steckengeblieben“ und dient derweil noch wenig dem physischen Leben allen Lebens hier auf Erden.

    Insofern hast du recht, dass der Kapitalismus, weil steckengeblieben, auf einem noch minderen, „tiefen“ Niveau angelangt ist.
    Wenn Geld geerdet ist (Erde=Humus), dann ist es „human“ und hilft und nutzt dem Humusaufbau. Derweil schaden Geld meist der Erde. Erdung ist also angesagt, tiefe Erdung.

    Meine Erkenntnis und Weisheit lautet: Wenn Geld tief geerdet ist, ganz da ist, dann kann das Geld assimiliert und verwandelt werden.
    Dann, ja erst dann wird auch die Frage beantwortbar, ob wir Geld überhaupt noch brauchen: wenn wir es durch und durch brauchen – es wie wir unsere Sprache, unseren Körper, unseren Geist brauchen.

    Danke, Sascha, noch einmal für das achtsame Lesen meiner Worte und stetige Nachfragen.

    Alles Liebe,
    Alfred

  4. Lisa Koschat
    Ingrid Merker 24. Mai 2019 at 20:32 - Reply

    Der maennliche kapitalistisch denkende politische Mensch ist ein inhaerentes Absurdum, insofern der weit weg von sich von Selbst und Natur zu beider Zerstoerung fuehrt und es nicht einmal bemerkt und die Angst vor Veraenderung blockiert sein Bewusstsein.
    Wir sind alle unter dieser Konditionierung aufgewachsen und nun gilt es ihr zu entwachsen.
    Gemeinwohl und Wohl der Natur duerfen ins Bewusstsein kommen als zusammengehoerende Teile eines Ganzes .
    Ich bezweifele, ob dies in einem kapitalistisch und technologisch Machtsystem der Unmenschlichkeit und Unwuerde geschehen kann.
    Gleichwohl gilt es Freiraeume zu nutzen und zu kreieren um gemeinsam ein Neues der Verbundenheit bei aller Inkohaerenz
    miteinander entstehen zu lassen.
    Inwieweit gilt es zentralistische Machtstrukturen in Frage zu stellen?
    Der nicht-staedtische, regionale Bewohner wird hoffentlich naeher in und mit der Natur leben, andere Beduerfnisse und Herausforderungen haben als der Staedter.
    Inwieweit kann es sinnvoll sein, dass krebsgeschwuerartige Staedte in Regionalentscheidungen eingreifen.
    Gesetze sollten nicht mehr als ein Leitfaden sein und kein Absolutum.
    Das setzt sich regional organisierende Gemeinschaften voraus, die auf allen wichtigen Ebenen der Politik intervenieren.

    Wenn sich Politiker wieder als Volksvertreter/Dienende verstehen und der „Waehler“ Demokratie nicht als einen 4-jaehrigen einmaligen Akt
    der „Stellvertreterpolitik“ versteht, sondern als politischer Buerger in die taegliche Eigenverantwortung geht, dann kann Politik wieder sinnvoll sein.

  5. Lisa Koschat
    Martin Kirchner 24. Mai 2019 at 13:28 - Reply

    Sascha fragt:

    „Lieber Alfred,

    ich bitte dich um eine für mich wesentliche Erklärung:

    Was meinst du denn genau mit „Erdung des Kapitalismus“?
    Ist dieser nicht schon am tiefsten Niveau seiner Ausprägung angelangt?

    Ich staune über deine Antwort schon im Voraus.

    Herzlich,Sascha“

  6. Lisa Koschat
    Sabine 24. Mai 2019 at 12:28 - Reply

    Lieber Martin. lieber Alfred Striegl,
    tausen Dänker für diesen wundervollen Input. Genau jetzt vor der Euopa-Wahl ist ein super Zeitpunkt, um diese Überlegungen in die Welt zu bringen. Das ist mit Abstand das Schönste, was ich bisher über politische Kultur gelesen habe und es wärmt Herz und Seele. Jede Zelle in mir sagt dazu JA!!!
    In Dankbarkeit und dem Wissen, dass wir auf dem Weg genau dahin sind. Danke liebe Weggefahrten! Sabine

  7. Lisa Koschat
    Hermine Schinagl 24. Mai 2019 at 9:37 - Reply

    Lieber Alfred, lieber Martin,

    Was wir jetzt sehen, ist eine Bankrotterklärung des aktuellen politischen Systems. Merkmale heute sind: Machtspiele, ungelöste Konflikte, die Haltung „Wir gegen die Anderen“, fehlende Ausrichtung an einem höheren Sinn, fehlende Reflexion und überwiegend geringschätzende Kommunikationsmuster . Tja, und nachdem sich Systeme selbst erzeugen, gehören europäische bzw. globale Entwicklungen ebenso in die Betrachtung mit einbezogen wie die österreichische Wählerschaft selbst. Letztlich geht es um Bewusstsein und die Frage: wie wollen wir miteinander umgehen und gemeinsam unsere Zukunft gestalten? Anregungen für ein gutes Gelingen gibt es schon reichlich, z.B. Selbstführung – Ganzheit – evolutionärer Sinn nach F. Laloux oder die Bewusstseins-/Kommunikationsebenen nach Otto Scharmer, um nur zwei zu nennen.

    Soziale Systeme bestehen aus Kommunikation (Luhmann). Wir stehen nun an einem möglichen Wendepunkt. Entwickeln wir Empathie und Dialogfähigkeit oder betreiben wir weiterhin Schlagabtausch – in der Politik und in der Gesellschaft? Statt Schuld kommt nun Verantwortung ins Spiel – auf allen Ebenen. Damit wird es schwieriger mit dem Finger auf andere zu zeigen. Innenschau und Perspektivenwechsel mögen anfangs mühsam erscheinen, doch es wird sich lohnen. Ein guter Zugang zu sich selbst und sich in andere hineinfühlen zu können, verändert die eigene Haltung, lässt reflexiven Dialog entstehen und wirkt nicht nur förderlich auf ein gedeihliches und gelingendes Miteinander, sondern auch auf die Gesundheit. Für die Politik könnte es bedeuten, das vom Bundespräsidenten angebotene Pflänzchen ernst zu nehmen, es zu hegen und zu pflegen – nämlich anstelle von parteipolitischen Interessen vorrangig auf das Wohl des Landes und dessen Menschen zu achten. Politische (Macht-)Führung würde sich hin zur Dienstleistung entwickeln. Der Ansatz von F. Laloux – Selbstführung, Ganzheit, evolutionärer Sinn – könnte eine Anregung auch für politische Parteien sein.

    Liebe Grüße
    Hermine

  8. Lisa Koschat
    Huberta 24. Mai 2019 at 7:26 - Reply

    sehr weise, sehr berührend, vielen lieben Dank!

  9. Lisa Koschat
    Karin Matuszewski 23. Mai 2019 at 22:56 - Reply

    diese Vision tut mir so gut – seltsam ,dass ich mir das nie vorstellen konnte ;zu sehr habe ich mich an die Machenschaften und den Ton in der Politik gewöhnt-…jetzt möchte ich diese Vision teilen und bekräftigen. Danke !!

  10. Lisa Koschat
    Mag. Josef Schelling 23. Mai 2019 at 22:28 - Reply

    Es gibt eine Chance, die aber eine aktive Teilnahme möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger erfordert: http://www.gilt.at

    Bürgerparlamente, consensuale Entscheide …. das alles funktioniert, wenn wir eine positive Einstellung zur Politik haben und unseren Beitrag leisten.

    Bei der letzten Nationalratswahl hat GILT leider nur 0,97 % der gültigen Stimmen erhalten. Bin gespannt, ob im September 2019 der zweite Anlauf gelingt.

  11. Lisa Koschat
    Inge Ankenbauer-Wild 23. Mai 2019 at 21:38 - Reply

    Bin begeistert. Über dem Thema brüte ich seit einigen Wochen und befinde mich in einem Raum des Nicht-Mehr und Noch-Nicht. Eine unglaublich kraftvolle Erfahrung. Ich freue mich so über Pioneers of Change.Diese Gemeinschaft macht so viel Mut, Neues zu wagen und bringt die Ideen mitten ins Leben, da wo sie hingehören. Ich kann’s kaum erwarten, meine Ideen die in Tat umzusetzen. Hätte nie gdacht, dass es mich mal in Richtung Politik ziehen würde…

  12. Lisa Koschat
    Alexander Herzog 23. Mai 2019 at 21:14 - Reply

    Lieber Alfred,
    ich teile zu 100% dein Plädoyer für eine Gesellschaft mit mehr Liebe und ergo für eine Politik mit mehr Liebe.
    Viele Menschen, viele Initiativen und Organisationen leben diese Liebe bereits vor und stecken andere durch ihr Wirken an. Und trotzdem bleibt dieser Teil der Menschen überschaubar.
    Ein Teil der Menschen lebt die Liebe, ein zweiter Teil ist bereit für die Liebe, aber es bleibt noch immer der dritte Teil der Menschen, die sich nicht von der Liebe berühren lassen bzw. lassen wollen. Für diese Menschen gilt nur Macht, Gier, Geld, Ego, blinder Konsum, Ignoranz. Da kommt die Liebe nicht durch. Und genau diese Gruppe der Menschen ist an der Macht, am Geld, am Kapital und eben auch in der Politik. Wie sollen die sich ändern? Glauben wir wirklich, dass dieses Vakuum, dieses Zeitfenster einen Wandel in den Köpfen der Politiker hervorruft? Dass eine (wirklich berührende und aufweckende) Rede des Bundespräsidenten in Richtung Politiker, eben diese wachrüttelt und zu Besonnenheit bringt? Ich glaube an die Macht der Liebe und ich bin ein Optimist, aber auch ein Realist. Ich habe meine Träume, meine Visionen und Bilder der Zukunft.Aber Bilder eines Wandels der Akteure in diesem politischen System, kann ich bei bestem Willen, bei kreativsten Phantasien nicht sehen oder malen.
    Das, was ich sehe ist eine Systemänderung. Weg von Parteien, hin zu Volksparlamenten. Weg von Berufspolitikern hin zu Volksvertreter auf Zeit. Ich lasse dieses Thema bewusst offen, da es hier vom eigentlichen Thema weggeht.
    Bei Parteien gebe ich mit meiner Stimme Vertrauen an Menschen, die durch Macht, Geld etc. manipulierbar sind. Da kann Liebe nicht viel anrichten. Es muss die Basis für die Manipulierbarkwit weg. Vielleicht gelingt es uns dann der Politik wieder zu vertrauen.
    Eine meiner Visionen ist eine Gesellschaft ohne Geld. Eine Gesellschaft in der Gemeinwohl, Verbundenheit, Coexistenz im Vordergrund stehen. Einfach Liebe. Viele Menschen, Initiativen, Zivilgesellschaften leben diese Liebe. Und die Vernetzung hat schon begonnen, dank Kräften wie Pioneers of Change.
    Alex

  13. Lisa Koschat
    Ute 23. Mai 2019 at 20:26 - Reply

    Ich finde den Beitrag ermutigend und bekräftigend.

  14. Lisa Koschat
    Linda 23. Mai 2019 at 19:11 - Reply

    Lieber Martin, lieber Alfred,

    vielen Dank für eure inspirierenden Worte. Ich bin auch der Überzeugung, dass das wichtigste die Hingabe, Mut und Willen zur Veränderung sind. Große Denker und Humanisten wie Martin Luther King oder Mahatma Ghandi haben es uns vorgemacht. Jetzt ist es an der Zeit ihren Werten zu folgen und für Menschlichkeit und ökologisches Verantwortungsbewusstsein einzustehen, auch im Alltag auch im Kleinen.

    Es liegt an uns, zu zeigen, ob der Mensch rückblickend mehr sein wird, als ein bloßer Parasit, der den Planeten ausgebeutet hat. Es liegt an uns, diesen unheilsamen Kreislauf aus Gier, Hass und Angst zu durchbrechen. Ich bin zuversichtlich. Ich glaube an uns, an all die Menschen da draußen. Die wissen und spüren, dass es Zeit ist für einen Wandel. 🙂

    Vielen Dank für euer Engagement, euer unermüdliches Schaffen und eure heilsamen und stärkenden Visionen. Die Zukunft kann immer nur so gut sein, wie die beste Idee, die man von ihr hat. Denn diesem Ziel strebt man ja entgegen. Euer Wirken zeigt, dass mehr möglich ist, als triste apokalyptische Dystopieszenarien, dass Vernetzung stattfindet und gemeinsam viele kreative, verbindende Prozesse angestoßen werden.

    Ich freue mich darauf, wieder von euch zu lesen oder zu hören. Bitte macht mit eurer wertvollen Arbeit weiter!

    Herzliche Grüße
    Linda

  15. Lisa Koschat
    Alfred Ruhdorfer 23. Mai 2019 at 19:02 - Reply

    Es ist wirklich eine riesen Chance eine wirkliche neue Basisdemokratie aufzubauen und eine neue Umgangskultur, ausgehend von einem neuen Bewusstsein über das Sein und den Sinn des Seins. Wir haben in den letzten Tagen erleben dürfen wohin uns die jetzigen Strukturen trieben und bringen und auch die Reaktionen darauf, die mit unglaublicher Selbstgerechtigkeit und Unfehlbarkeit reagierte.

    Dies alles ist ein altes Muster und altes Verhalten und kann niemals zu neuen wirklichen Veränderungen führen. Wir brauchen komplett neue Strukturen einer Basisdemokratie auf Gemeindeebene und hier sollte eine wirkliche lebende und wertschätzende Demokratieform entstehen und von den Nationalen Akteuren dazu den maximalen Spiel und Gestaltungsraum erhalten. Wir alle müssen Demokratie lernen, denn wir alle haben immer nur Stimmen abgegeben und nicht war genommen. Die Veränderungen müssen in uns passieren, in jedem einzelnen von uns und wenn dieses neue Bewusstsein nicht startet und nur immer vom Ego gefüttert und getrieben wird ist eine Erneuerung ein netter Wunsch, jedoch wird es nicht passieren. Von oben wird diese Erneuerung mit Sicherheit nicht geschehen, denn das bedeutet ein sofortiges Ende der jetzigen Geldwirtschaft, da diese Struktur eines der wesentlichsten Instrumente des Wahnsinns sind und fast alle diesem Geist dienen. Da dies von oben niemals mehr freiwillig passieren wird da es durch Medienmacht. Militär und Wirtschaftsstrukturen plus Bildungsapparat abgesichert wird.

    Wir müssen daher von unten ganz neu anfangen und neue Freiräume schaffen die wir so gestalten, dass ein faires respektvolles liebevolles zusammenleben möglich ist. Derzeit spalten die Parteien schon auf dieser Basis die Menschen und damit geht das System nach oben und verstärkt sich nur. Es ist also falsch und warum sollten wir was falsches länger am Leben halten, wenn es uns spaltet und auch kein Problem hat, wenn unsere Lebensgrundlagen dabei auch verloren gehen. Treten wir für eine neue wirkliche Basisdemokratie ein und übernehmen wir wieder ein Selbstbestimmungsrecht, damit wir so weit als möglich auch Freiheit genießen können. Es ist daher notwendig aus der Stimmenabgebezone herauszukommen und die Stimme selber sein und wahrnehmen.

  16. Lisa Koschat
    Reiner 23. Mai 2019 at 18:57 - Reply

    Laßt Euch nicht in die Politik einfangen. Mehr bewirken wird wahre, tiefe spirituelle Entwicklung, individuelle Endwicklung.

  17. Lisa Koschat
    Susanne Olfs 23. Mai 2019 at 18:28 - Reply

    Wunderbar! Die österreichische Sprache bringt’s auf den Punkt: ‚angeflaschlt‘ – Prosit! Das werde ich ausprobieren. ‚angeflaschlt‘ abends Entscheidungen treffen. Wo finde ich bitte den Rest des Videos?
    Eure Ideen für eine positive politische Herzensbildung sind erfrischend, beeindruckend und bestärkend. Ja!!

  18. Lisa Koschat
    payoli 23. Mai 2019 at 18:06 - Reply

    So löblich so ein liebevoller PoC- Politik- Ansatz auch scheinen mag. Er würde von den Wählern als solcher nicht wahrgenommen und schon gar nicht präveriert werden.
    – Andernfalls wäre das letzte Wahlergebins schon nicht so ausgefallen …

  19. Lisa Koschat
    Werner 23. Mai 2019 at 17:45 - Reply

    Ich möchte hier eine ganz konkrete Initiative für eine Politik des Miteinanders empfehlen, der Politik & Soziokratie-Kongress 2019 am 15./16.11.2019 in Salzburg.
    Nähere Infos gibts hier:
    https://soziokratie-politik-kongress.at

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